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Dortmund und Leverkusen in Champions League unter Druck

Im Giganten-Duell zwischen Milan und Barcelona geht es am Mittwoch "nur" noch um den 1. Platz. Beide Teams stehen in der Gruppe H als Achtelfinalisten fest. Mehr Brisanz steckt in den Gruppen E und F.

In der Gruppe F braucht der deutsche Meister Borussia Dortmund bei Arsenal einen Sieg, um noch (realistische) Chancen auf Platz 2 zu haben und zumindest Olympique Marseille (gegen Piräus) am letzten Spieltag noch abfangen zu können. In den letzten Wochen hat sich der BVB in Form gebracht. Er geht in London nicht als Aussenseiter auf den Rasen. Letzter Beweis dafür war die taktisch stupende Leistung am vergangenen Samstag beim 1:0 gegen Bayern München.

"Seit Wochen stabilisiert sich die Mannschaft. Sie kommt immer besser mit den Gegebenheiten der Saison klar. Für uns war es neu, als Titelverteidiger in eine Saison zu steigen", so Trainer Jürgen Klopp. Im Vergleich zur letzten Saison spielt Dortmund realistischeren Fussball. Vom "Hurra-Fussball", der in Europa nicht tauglich war und bei den Auswärtsniederlagen in Marseille (0:3) und Piräus (1:3) seine Tiefpunkte erlebt hatte, hat sich Dortmund verabschiedet. Taktisch disziplinierter, sachlicher und strategischer soll das Spiel der Borussia werden, so Klopp.

In London trifft Dortmund auf einen Gegner, der nach schwachem Saisonstart ebenfalls den Tritt gefunden hat. Vor allem dank Robin van Persie hat Arsenal den Anschluss an die erweiterte Spitze der Premier League geschafft. Fünf Spiele in Serie haben die "Gunners" in der Meisterschaft zuletzt gewonnen. Van Persie hat dabei in jeder Partie getroffen und in diesen 450 Minuten zehn Tore erzielt. Die Borussen wissen, was auf sie zukommt: Der Holländer schoss auch das Arsenal-Tor beim 1:1 im September in Dortmund.

Michael Ballack steht gegen seinen früheren Verein Chelsea vor dem 100. Europacup-Einsatz. Er könnte sein Jubiläum mit dem Achtelfinal-Einzug von Bayer Leverkusen krönen. Mit einem Sieg würde der Bundesligist als Teilnehmer der K.o.-Phase feststehen. In der Gruppe E ist es indes dermassen eng, dass die Top-Klubs Chelsea, Leverkusen und Valencia (gegen Genk) einen Tanz auf der Rasierklinge aufführen. Leverkusen wäre bei einem Erfolg durch, bei einer Niederlage indes schon fast ausgeschieden. Dann reichte im letzten Spiel in Genk womöglich nicht einmal ein Sieg.

Milan und der FC Barcelona müssen sich in der Gruppe H derweil keine Gedanken mehr über die Achtelfinal-Teilnahme machen. Wie erwartet war die Differenz zu den Aussenseitern BATE Borissow und Viktoria Pilsen gross genug, um schon nach der 4. Runde die Qualifikation in trockene Tücher zu bringen. Im Giuseppe Meazza geht es daher zwischen dem Titelverteidiger aus Spanien und dem siebenfachen Champions-League-Sieger aus Italien bloss um Platz 1 - und um viel Prestige. Vor allem für Milans Stürmer Zlatan Ibrahimovic. Nach den diffamierenden Äusserungen in seiner Autobiografie gegen fast alle Protagonisten des FC Barcelona ist für "Ibra" im Moment wohl nichts wichtiger, als den markigen Worten grosse Taten auf dem Rasen folgen zu lassen. Für den Schweden ist dies das Duell des Jahres - auch wenn er versichert, es sei bloss "ein Spiel wie jedes andere".

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