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Doping nach Schweizer Art

In Deutschland läuft eine hitzige Debatte zur Dopingvergangenheit in der BRD. Eine solche könnte man auch in der Schweiz führen, wie neue Informationen zum Fall des Ex-Kugelstössers Werner Günthör zeigen.

Werner Günthör lässt sich 1987 in Rom für seinen ersten Weltmeistertitel feiern.
Werner Günthör lässt sich 1987 in Rom für seinen ersten Weltmeistertitel feiern.
Arno Balzarini, Keystone
Der Trainer und sein bester Schüler: Jean-Pierre Egger und Werner Günthör an den Olympischen Spielen 1988 in Seoul, wo Günthör Bronze holte.
Der Trainer und sein bester Schüler: Jean-Pierre Egger und Werner Günthör an den Olympischen Spielen 1988 in Seoul, wo Günthör Bronze holte.
Keystone
Vorbild und Lehrer: Werner Günthör trainiert im August 2005 im Vorfeld von Weltklasse in Zürich mit Kindern.
Vorbild und Lehrer: Werner Günthör trainiert im August 2005 im Vorfeld von Weltklasse in Zürich mit Kindern.
Alessandro Della Bella, Keystone
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Die Schweiz schaute weg. Anders als in Deutschland, wo zuletzt gleich zwei Forschergruppen damit beauftragt wurden, sich mit dem Thema Doping in Westdeutschland von 1950 bis 1990 auseinanderzusetzen, existiert hierzulande keine einzige wissenschaftliche Arbeit zu dieser sensitiven Frage. Aus der Ferne wird beobachtet, wie im Nachbarland nun eine intensive Debatte darüber läuft, wie systematisch und staatlich ­gestützt die BRD ihre Athleten dopte. Das passive Zuschauen ist umso erstaunlicher, als die Schweiz über einen Vorzeigefall verfügt, der erst noch seit langem bekannt ist. Er dreht sich um den Kugelstösser Werner Günthör, der zwischen 1987 und 1993 drei WM-Titel (dazu einen in der Halle) und Olympiabronze holte.

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