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Der erste "Klassiker" im Cupfinal seit 41 Jahren

Der FC Zürich und der FC Basel stehen sich am Ostermontag zum zweiten Mal innert fünf Tagen gegenüber. Im 89. Schweizer Cupfinal in Bern (14.00 Uhr) wird um den ersten Titel der Saison gespielt.

Man kann fragen, wen man will. Das 4:2 für den FCB vom Mittwoch sei eine gute Einstimmung oder ein "wilder Vorspann" (Titel der "NZZ") auf das gewesen, was Zuschauer und Spieler in der Endausmarchung des Cups erwartet, heisst es allenthalben. "Es wird Emotionen geben. Das Mass hängt allerdings vom Spielverlauf ab", sagt die Basler "Allzweckwaffe" Fabian Frei. Und für FCZ-Trainer Urs Meier ist klar: "Das war ein Vorgeschmack auf Montag." Der vierte Cupfinal zwischen den Rivalen nach 1970, 1972 und 1973 - alle drei Spiele entschied Zürich vor jeweils mindestens 45'000 Zuschauern im Wankdorf zu seinen Gunsten - dürfte ein emotionales Highlight werden. "Ich freue mich auf die geile Stimmung, dafür lebt man als Spieler", sagte Frei.

Das aufwühlende Duell von Mitte dieser Woche ist verarbeitet, der Fokus war bereits tags darauf auf die Partie um die Sandoz-Trophäe gerichtet. Viele neue Erkenntnisse gab es ohnehin nicht. "Wir kennen Basel in- und auswendig", sagte Urs Meier. "Und sie waren sehr gut auf unser 3-5-2 eingestellt." Nun gelte es eine Lösung zu finden, nicht wieder so früh unter Druck zu geraten. "Wir legen grossen Wert darauf, diesmal in Führung zu gehen. Wer das 1:0 erzielt, wird taktisch im Vorteil sein." Meier sprach davon, effizienter werden zu müssen. "Das gelang uns in Basel erst, nachdem wir 0:3 in Rückstand geraten waren." Viel erhofft er sich von Stürmer Franck Etoundi, der seit der Winterpause grosse Fortschritte gemacht hat und nach dem späten Eintritt in Basel wieder in die Aufstellung rücken wird. "Er hat uns in der Rückrunde viel Freude bereitet. Und er wird das auch am Ostermontag tun."

Es wäre nicht so, dass sich die Startformationen der beiden Teams anhand der abwesenden Spieler von selber ergeben würden. Allzu viele Optionen bieten sich den Coaches aber nicht. Grosse Veränderungen wird vor allem FCZ-Coach Meier vornehmen müssen. Mit den gesperrten Pedro Henrique und Marco Schönbächler fehlen beide Spieler für die rechte Aussenbahn, dazu auch der mit einer harten roten Karte in Basel bestrafte Linksfuss Loris Benito. Murat Yakin, der auf die (wieder) verletzten Marco Streller und Fabian Schär verzichten muss, dürfte im Angriff auf Matias Delgado setzen.

In der Rangliste der Super League trennen Leader Basel und den sechstklassierten FCZ 17 Punkte. Deshalb, findet zumindest Urs Meier, seien die Rollen klar verteilt. Er rückte den finanziell und sportlich besser aufgestellten Gegner in die Position des Favoriten. "Wir dürfen uns nicht anmassen zu sagen, dass wir gewinnen müssen. Es ist ein positiver Druck, den wir verspüren." Für Fabian Frei geniesst der 19. Cupfinal der Vereinsgeschichte, ohne dass es der Thurgauer explizit so formuliert hätte, Priorität "1b". "Ein Meister wird in 36 Runden ermittelt, im Cup muss man als Super-League-Klub maximal zwei Teams aus der eigenen Liga schlagen."

Von hohem sportlichem Wert ist das Kräftemessen für beide Mannschaften. Basel hat nach der Final-Niederlage 2013 im Penaltyschiessen gegen die Grasshoppers etwas gutzumachen. Für den FCZ wäre der achte Cupsieg der Klubgeschichte vor allem auch die Startplatz-Garantie für die Europa League der nächsten Saison.

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