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Das Swiss Open muss weiter bangen

Mitte März sollten in der Joggelihalle am Swiss Open eigentlich Matches zwischen den besten Badmintonspielern der Welt zu sehen sein. Nun wird der Anlass selber zur Hängepartie.

Ein Swiss Open ohne Zuschauer? Für die Veranstalter ist dies ein Szenario.
Ein Swiss Open ohne Zuschauer? Für die Veranstalter ist dies ein Szenario.
Valeriano Di Dpmenico, Keystone

Die Organisatoren des Badminton Swiss Open sind nicht zu beneiden. Die Vorbereitungen für die geplante Jubiläumsausgabe vom 17. bis 22. März, wenn das Turnier zum 30. Mal in der Basler St. Jakobshalle stattfinden sollte, laufen zwar weiter. Fragezeichen aber gibt es viele, vor allem ist nicht sicher, ob das Event überhaupt wie geplant durchgeführt werden kann. «Wir selber sagen den Anlass nicht ab», erklärt Turnierdirektor Christian Wackernagel, «dafür braucht es einen Befehl von oben.» Der Bundesrat verbietet derzeit Grossveranstaltungen mit mehr als 1000 Personen – mindestens bis zum 15. März. Das Swiss Open aber beginnt normalerweise am 13. März mit dem Aufbau. Wackernagel: «Es könnte also sein, dass wir alles aufbauen und dann wird das Turnier doch noch abgesagt.» Am Samstag trifft sich das OK zur Krisensitzung, danach müsse man von Tag zu Tag schauen. Es sei denkbar, dass viele Zuschauer anders als ursprünglich geplant gar nicht mehr ans Turnier kommen wollen. Bei den Spielern rechnet er hingegen nur mit wenigen Absagen. «Die Chinesen beispielsweise machten in Grossbritannien extra eine freiwillige zweiwöchige Quarantäne durch, damit sie die Turniere in Europa bestreiten können.» Anders als das für nächste Woche geplante German Open, das am Mittwoch abgesagt wurde, soll das All England Open eine Woche vor dem Swiss Open weiterhin stattfinden. Denkbar ist auch die Variante, dass die Basler Veranstaltung ganz ohne Publikum über die Bühne geht.

Wie auch immer bezüglich des Basler Turniers entschieden wird – Christian Wackernagel hat von den Behörden beider Basel bereits Rückmeldungen erhalten, dass man die Traditionsveranstaltung, die sie mittlerweile ist, auf jeden Fall nicht hängen lassen werde. «Ungeachtet dessen versuchen wir die Kosten herunterzufahren», sagt Wackernagel. So verzichte man dieses Mal sicher auf die aufwändigen Lichtinstallationen, die in der Halle für eine spezielle Atmosphäre sorgen. Stattdessen komme die normale Hallenbeleuchtung zum Zug, «so wie das über 20 Jahre lang der Fall gewesen war».

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