Zum Hauptinhalt springen

Brasilien wird von der Elfenbeinküste gefordert

Im Soccer-City-Stadion von Johannesburg muss Brasilien am Sonntagabend um 20.30 Uhr Farbe bekennen.

In der Gruppe G, der vielleicht bestbesetzten der WM in Südafrika, muss sich die "Seleção" gegen die Elfenbeinküste beweisen. Der Auftakt gegen Nordkorea brachte Brasilien zwar einen Sieg, doch das 2:1 gegen den Underdog liess noch viele Fragen offen. Sorgen bereitet den Fans vor allem Spielmacher Kaka.

Im Spiel gegen Nordkorea konnte Kaka nicht verbergen, dass er nach einer verletzungsbedingt schwierigen Saison noch Defizite aufweist. Nach 77 Minuten wurde er vom Feld genommen. "Kaka ist noch nicht bereit für ein ganzes Spiel. Wir wollen den Rhythmus aber langsam steigern", meint Trainer Dunga.

Kaka ist im brasilianischen Gefüge eine zentrale Figur, zumal Dunga im Mittelfeld auf die kampfstarken Arbeitsbienen Gilberto Silva und Felipo Melo setzt. Die Stürmer Robinho und Luis Fabiano sind von Kakas Spielwitz abhängig. Bleibt dieser aus, kommt Brasiliens Angriffsspiel nicht in Schwung.

Auch bei der Elfenbeinküste dreht sich fast alles um einen Mann: Didier Drogba. Trotz seinem Knochenbruch nahe des Ellbogens, den er sich in der Vorbereitung in Sitten zuzog, hatte sich der 32-jährige Starstürmer von Chelsea beim 0:0 gegen Portugal für die letzten knapp 25 Minuten einwechseln lassen. Viel bewirken konnte er nicht, dennoch will er nun sein Comeback in der Start-Formation geben. "Ihn nur schon auf dem Feld zu haben, ist für uns von grösster Bedeutung", sagt Coach Sven-Göran Eriksson.

In der Gruppe F beginnt am Sonntag nach je einem 1:1 alles von vorne. Weltmeister Italien muss sich um 16.00 Uhr in Nelspruit gegen Neuseeland bewähren. Verteidiger Giorgio Chiellini sieht es wohl richtig: "Bei allem Respekt vor dem Gegner: Dieses Spiel müssen wir gewinnen." Es fehlen zwar Weltklasse-Goalie Gianluigi Buffon (Diskushernie) und Regisseur Andrea Pirlo (Wadenzerrung), aber gegen Neuseeland darf auch das Fehlen von wichtigem Personal kein Grund für eine Ausrede sein.

Wer allerdings wie Neuseeland gegen die Slowakei ein 1:1 zustande bringt, verdient Respekt. Den bringt Chiellini dem Gegner durchaus entgegen: "Wir haben letztes Jahr in einem Testspiel gesehen, dass sie nicht ungefährlich sind." Italien gewann damals das bisher einzige Spiel der beiden Teams mühsam mit 4:3.

Die "All Whites", wie Neuseelands Fussballer in Anlehnung an die Rugby-Nationalmannschaft (die All Blacks) genannt werden, gelten zwar bei den Buchmachern bestenfalls als 1:10-Aussenseiter. Aber eines verpricht Trainer Ricki Herbert: "Wir werden Italien einen harten Kampf liefern." Wynton Rufer, einst Stürmer beim FC Zürich und Neuseelands bester Fussballer aller Zeiten, ist mit seinen Landsleuten schon jetzt zufrieden: "Nach dem 1:1 gegen die Slowakei ist alles was jetzt noch kommt Zugabe."

Im zweiten Spiel der Gruppe kommt es um 13.30 Uhr in Wer allerdings wie Neuseeland gegen die Slowakei ein 1:1 zustande bringt, verdient Respekt. Den bringt Chiellini dem Gegner durchaus entgegen: "Wir haben letztes Jahr in einem Testspiel gesehen, dass sie nicht ungefährlich sind." Italien gewann damals das bisher einzige Spiel der beiden Teams mühsam mit 4:3.

Die "All Whites", wie Neuseelands Fussballer in Anlehnung an die Rugby-Nationalmannschaft (die All Blacks) genannt werden, gelten zwar bei den Buchmachern bestenfalls als 1:10-Aussenseiter. Aber eines verpricht Trainer Ricki Herbert: "Wir werden Italien einen harten Kampf liefern." Wynton Rufer, einst Stürmer beim FC Zürich und Neuseelands bester Fussballer aller Zeiten, ist mit seinen Landsleuten schon jetzt zufrieden: "Nach dem 1:1 gegen die Slowakei ist alles was jetzt noch kommt Zugabe."

Im zweiten Spiel der Gruppe kommt es um 13.30 Uhr in Bloemfontein zur Begegnung Paraguay - Slowakei. Im Lager der Südamerikaner war indes die Person von Jonathan Santana zentrales Thema. Der bei Wolfsburg spielende Mittelfeldspieler hatte mit seiner Aussage, er fühle sich nicht als Paraguayer, alle sportlichen Fragen überdeckt. Santana ist wie Teamkollege Lucas Barrios gebürtiger Argentinier.

Trainer Gerardo Martino kommen solche Diskussionen nach dem respektablen 1:1 gegen Italien sehr ungelegen: "Wir müssen uns darauf konzentrieren, für Paraguay die beste WM aller Zeiten zu spielen." Deshalb hat sich auch Santana um Schadenbegrenzung bemüht: "Sollte ich Gefühle verletzt haben oder jemandem mit meiner Ehrlichkeit weh getan haben, bitte ich um Entschuldigung."

Die Slowakei steht nach dem Punktverlust gegen Neuseeland unter Siegzwang. Trainer Vladimir Weiss musste ein ziemlich zerstörtes Team behutsam aufbauen: "In der Kabine herrschte unmittelbar nach dem Spiel gegen Neuseeland Trauerstimmung." Er schottete sein Team von der Öffentlichkeit völlig ab. Es gab keine Interviews mehr, keinen Zugang zum Training.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch