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Auch die Slowakei fährt zur WM

Die Slowakei hat den zweiten Matchball genützt und sich als Siegerin der Gruppe 3 erstmals für eine WM qualifiziert.

Die Osteuropäer behielten im dichten Schneetreiben von Chorzow die Übersicht und schlugen Polen auswärts 1:0.

Mit dem Auswärterfolg sicherten sich die Slowaken, die ohne drei gesperrte Stammverteidiger (u.a. Martin Skrtel/Liverpool) anzutreten hatten, in Oberschlesien das WM-Ticket ohne gegnerische Hilfe. Bei einem Punktverlust wäre das Team um Captain und Regisseur Marek Hamsik (Napoli) auf eine Niederlage von Verfolger Slowenien in San Marino angewiesen gewesen.

Die Angelegenheit regelte sich darum von selber, weil Polens Verteidiger Seweryn Gancarczyk nach weniger als drei Minuten eine Hereingabe unhaltbar ins eigene Tor ablenkte. Slowenien nützte der 3:0-Sieg in San Marino nichts mehr, immerhin kann der zweifache Teilnehmer an grossen Turnieren (EM 2000 und WM 2002) als Barrage-Team weiterhin auf ein Ticket für Südafrika hoffen.

Die Slowakei mit Coach Vladimir Weiss spielte auf dem Weg zur ersten Teilnahme an einem grossen Turnier seit der Unabhängigkeit 1993 so stark wie noch nie und zog gleichzeitig Profit aus dem schwachen Abschneiden der höher eingestuften, aber letztlich souverän auf Distanz gehaltenen Polen und Tschechen. Tschechiens Nationaltrainer Ivan Hasek zog aus dem schwachen Abschneiden die Konsequenzen und trat nach nur dreimonatiger Amtszeit zurück.

Der Präsident des nationalen Verbandes war im Juli eingesprungen und hatte das Team in den letzten vier Partien betreut. Wunder blieben unter dem ehemaligen Profi aus. Auch Spieler Marek Jankulovski (Milan) hat genug und erklärte nach 77 Einsätzen gegenüber einer TV-Station das Ende seiner Länderspiel-Karriere.

Gruppe 3: San Marino - Slowenien 0:3 (0:1). Polen - Slowakei 0:1 (0:1). Tschechien - Nordirland 0:0.

Rangliste (je 10 Spiele): 1. Slowakei 22. 2. Slowenien 20. 3. Tschechien 16. 4. Nordirland 15. 5. Polen 11. 6. San Marino 0.

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