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Sport kompaktBarça-Trainer stellt sich auf Konsequenzen ein

Cheptegei läuft Weltrekord über 5000 m in Monaco +++ Favre kritisiert Medien +++ Teichmann erreicht Halbfinal +++ Uefa verwarnt Tuchel +++ Saisonstart im Schweizer Fussball um eine Woche verschoben +++

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Fussball: Barça-Trainer stellt sich auf Konsequenzen ein

Trainer Quique Setién stellt sich nach der historischen Europokal-Niederlage des FC Barcelona gegen den FC Bayern München beim Finalturnier der Champions League auf Konsequenzen ein. «Natürlich minimieren sich die Chancen für mich», sagte der 61-Jährige am Freitagabend laut deutscher Übersetzung nach dem 2:8 (1:4) im Viertelfinal bei der Vide-Pressekonferenz im Estádio da Luz. Seine Situation sei aber jetzt gerade nicht wichtig.

Setién beschönigte den demütigenden Fussballabend für die Katalanen, die erstmals acht Tore in einem Europacupspiel kassierten, nicht. «Wir haben uns überrollt gesehen von einer sehr guten Mannschaft.» Er sei erst ein halbes Jahr im Amt, bemerkte Setién: «Der FC Barcelona muss sich verändern.» Die erste Veränderungen könnte ihn betreffen. (dpa)

Historischer Bayern-Sieg - Blamage für Barça
Im Viertelfinal der Champions League läuft Bayern München zur Höchstform auf und schlägt Barcelona gleich 8:2. Müller und Couthino glänzen als Doppeltorschützen. (Video: Teleclub)
Leichtathletik: Cheptegei läuft Weltrekord über 5000 m in Monaco

Feiert seinen Weltrekord: Joshua Cheptegei. Foto: Keystone

Joshua Cheptegei aus Uganda hat beim Diamond League-Meeting der Leichtathleten in Monaco einen Weltrekord über 5000 Meter aufgestellt. Der 23 Jahre alte Weltmeister über 10'000 Meter von 2019 rannte am Freitagabend die Distanz in 12:35,36 Minuten. Die bisherige Bestzeit hatte der Äthiopier Kenenisa Bekele vor 16 Jahren mit 12:37,35 in Hengelo aufgestellt. (dpa)

Snooker: Ex-Weltmeister O'Sullivan im Final

Der fünfmalige Titelträger Ronnie O'Sullivan und sein englischer Landsmann Kyren Wilson haben nach einem überaus spannenden Halbfinaltag den Final der Snooker-Weltmeisterschaft erreicht. O'Sullivan setzte sich am Freitag im Duell der Ex-Titelträger 17:16 gegen den Engländer Mark Selby durch, der bereits 16:14 geführt hatte. Danach gewann O'Sullivan in einem hochklassigen Duell aber noch die folgenden drei Durchgänge der Billard-Variante.

Auch der erste Halbfinal in Sheffield ging über die volle Distanz. Wilson zog mit dem 17:16 über den Schotten Anthony McGill erstmals in ein Endspiel im Crucible Theatre ein. Der entscheidende Frame zwischen beiden dauerte gut eine Stunde.

Der Final beginnt an diesem Samstag, angesetzt sind bis zum Sonntagabend vier Sessions. Dann sind auch wieder einige Zuschauer zugelassen. Der Sieger muss 18 Frames gewinnen. (dpa)

Fussball: Favre kritisiert Medien - Unprofessionelle Berichterstattung

Borussia Dortmunds Trainer Lucien Favre hat einen «unprofessionellen» und «übertriebenen» Umgang der deutschen Medien mit ihm beklagt. «Natürlich ist es für die Presse heute sehr, sehr schwer», sagte der Schweizer Fussball-Coach am Rande des BVB-Trainingslagers in Bad Ragaz der ARD-«Sportschau». «Aber es war sehr, sehr übertrieben.» Es seien auch, «das muss ich klar sagen, Dummheiten» berichtet worden. Dem Trainer sei es bei der Kritik zu wenig um die Analyse seines Teams gegangen.

«Das ist unprofessionell», sagte Favre. «Das war für mich sehr, sehr übertrieben und unkorrekt.» Die Menschen, die ihn gut kennten, wüssten, dass das für ihn «manchmal ein wenig schwer» gewesen sei. «Viele» hätten ihm gesagt, «in Frankreich oder der Schweiz», dass die Berichterstattung falsch sei. «Das war ein Skandal, haben sie gesagt», äusserte Favre. Der 62-Jährige war seit Beginn seiner Zeit in Dortmund 2018 bereits mehrfach in die Kritik geraten. Der BVB wurde in dieser Zeit zweimal Vizemeister der Bundesliga. (dpa)

Tennis: Teichmann erreicht ersten Hartplatz-Halbfinal

Jil Teichmann (WTA 63) steht beim WTA-Turnier in Lexington im Halbfinal. Die Schweizerin schlägt die Amerikanerin Catherine Bellis (WTA 302) in zwei Sätzen 6:2, 6:4 und trifft nun entweder auf Serena Williams oder Shelby Rogers.

Dank ihres Erfolgs wird die 23-Jährige im Ranking unter die besten 60 der Weltrangliste verbessern. Bei einem Turniersieg läge gar ein Vorstoss in die Top-50 im Bereich des Möglichen. (erh)

Fussball: Uefa verwarnt Tuchel

Wegen einer Verzögerung beim Viertelfinal der Champions League ist Trainer Thomas Tuchel von der Uefa verwarnt worden. Wie die Uefa am Freitag mitteilte, muss Tuchels Club Paris Saint-Germain deshalb zudem 30'000 Euro zahlen. PSG hatte am vergangenen Mittwoch beim Finalturnier der Königsklasse in Lissabon dank zweier später Tore mit 2:1 gegen Atalanta Bergamo gewonnen und steht im Halbfinale am 18. August gegen Bundesligst RB Leipzig.

PSG siegt gegen Underdog Atlanta 2:1
Dank zweier Tore in den letzten Minuten schafft es das Star-Ensemble von Paris das erste Mal in den Champions-League-Halbfinal seit 1995. (Video: Teleclub)

Der Nachrichtenagentur AP zufolge ging es um den Wiederanpfiff nach der Halbzeitpause, PSG lag zu diesem Zeitpunkt 0:1 zurück. Sobald es eine Verzögerung im geplanten Ablauf gibt, die von einer Mannschaft beispielsweise durch zu langes Verweilen in der Umkleide verursacht wird, wird bei der Sanktionierung automatisch auch der Trainer verwarnt. (dpa)

Fussball: Super League verschiebt Saisonstart um eine Woche

Ab dem 1. Oktober 2020 sind Grossveranstaltungen mit mehr als 1000 Personen wieder erlaubt. Die Swiss Football League (SFL) hat sich deshalb entschieden, den ursprünglich auf 11. September geplanten Saisonstart 2020/21 um eine Woche nach hinten zu verschieben. Damit könnten für alle Clubs die gleichen Bedingungen geschaffen werden, wie die Liga auf ihrer Website schreibt.

Als Grund für die Verschiebung werden Fairness-Gründe angegeben. So schafft diese Lösung für alle 20 SFL-Clubs in der Super League und in der Challenge League die gleichen Bedingungen mit einem Heim- und Auswärtsspiel unter der bisherigen Regel von maximal 1000 anwesenden Personen.

Die wegfallende 1. Runde der Super League wird unmittelbar vor der Winterpause unter der Woche vor Weihnachten angesetzt, in der Challenge League wird die geplante Startrunde in eine Wochentagsrunde im Monat Oktober umgewandelt.

Die Liga teilt weiterhin mit, dass die Veröffentlichung der Spielpläne sowie die detaillierte Ansetzung der ersten neun Runden für die kommende Woche vorgesehen ist. (erh)

Eishockey: Berni startet mit ZSC Lions

Verteidiger Tim Berni, der im Frühling bei den Columbus Blue Jackets einen NHL-Entry Level-Vertrag über drei Jahre unterzeichnet hat, startet die Saison aufgrund des verspäteten Saisonstarts in Nordamerika mit den ZSC Lions, wie der Verein am Freitag mitteilt.

Berni wird bis zum Start des NHL-Camps von Columbus im November für die Lions spielen. Der 20-Jährige ist ein ZSC-Eigengewächs, das schon drei Saisons und 115 Spiele für den Stadtklub in der National League absolviert hat. Mit den Lions feierte Berni 2018 den Schweizer Meistertitel. (erh)

Fussball: St. Gallen verpflichtet Kwadwo Duah

Kommt vom FC Wil zu St. Gallen: Kwadwo Duah. Foto: PD

Die St. Galler haben einen weiteren Transfer für die kommende Saison getätigt und Kwadwo Duah unter Vertrag genommen. Der 23-jährige Mittelfeldspieler, der auch im Sturm einsetzbar ist, stösst vom FC Wil zum Vizemeister und erhält einen Zweijahres-Vertrag bis Sommer 2022, mit Option.

«Mit Kwadwo Duah konnten wir einen Spieler verpflichten, der auf verschiedenen Positionen in der Offensive eingesetzt werden kann. Er hat mit dem FC Wil eine sehr starke Saison in der Challenge League absolviert und dabei das grosse Potential unter Beweis gestellt, über das er verfügt. Ich freue mich sehr, dass wir Kwadwo verpflichten konnten», kommentiert Sportchef Alain Sutter den Transfer. (erh)

Rad: Formolo gewinnt dritte Etappe - Reichenbach erneut bester Schweizer

Der Italiener Davide Formolo hat in beeindruckender Manier die dritte Etappe des 72. Critérium du Dauphiné gewonnen. Der 27-Jährige setzte sich am Freitag als Solist nach langer Flucht bei der Bergankunft in Saint-Martin-de-Belleville mit 33 Sekunden Vorsprung vor dem Gesamtführenden Primoz Roglic durch und feierte seinen vierten Profisieg.

Sebastian Reichenbach fuhrt mit 1:27 Rückstand als 20. ins Ziel und war damit erneut bester Schweizer, vor Stefan Küng (49.), Michael Schär (91.), und Marc Hirsch (121.). (dpa/erh)

Formel E: Wehrlein ersetzt Jani

Der ehemalige Formel-1-Pilot Pascal Wehrlein wird in der kommenden Saison für das Formel-E-Team von Porsche starten. Wie der Stuttgarter Autobauer am Freitag mitteilte, bildet der 25-Jährige künftig zusammen mit André Lotterer die Fahrerpaarung. Wehrlein ersetzt für die Saison 2020/21 den Schweizer Neel Jani. (dpa)

Moto2: Lüthi und Aegerter nicht bei den Leuten

Im freien Training zum Moto2-GP von Spielberg belegen die Schweizer Tom Lüthi und Dominique Aegerter keine Spitzenplätze. So fährt Lüthi auf seiner Kalex auf Rang 18, Aegerter, der erneut den kranken Jesko Raffin ersetzt, wird auf seinem NTS-Bike 22. (erh)

DTM: Müller erbt Sieg und dominiert im Training

Wegen einer nachträglichen Zeitstrafe erbt der Schweizer Nico Müller den Sieg vom Deutschen René Rastbeim zweiten DTM-Rennen in Spa-Francorchamps. Wie der Deutsche Motor Sport Bund (DMSB) am Freitag mitteilte, hatte Rast bei dem Lauf vor knapp zwei Wochen in Führung liegend zweimal das sogenannte Push-to-pass-System aktiviert. Der Fahrer holt sich durch diese Überholhilfe per Knopfdruck einen zusätzlichen PS-Schub. Die Aktivierung des «Push to pass»-Systems ist für den Erstplatzierten aber nicht erlaubt. In einer obligatorischen Nachuntersuchung der Fahrzeugdaten sei diese Regelübertretung nun festgestellt und geahndet worden.

Im freien Training zum Rennen vom Wochenende auf dem Lausitzring stellte Müller, Vizemeister der vergangenen Saison, im Audi erneut seine starke Form unter Beweis. Der 28-Jährige fuhr in beiden Sessions auf den ersten Platz. Mit 46 Punkten führt er momentan die Saisonwertung nach zwei Rennen an, vor Titelverteidiger René Rast (39) und dem Briten Jamie Green (30). (dpa/erh)

Formel 1: Mercedes top vor Verstappen – Vettel fährt hinterher

Lewis Hamilton ist mit seinem Mercedes im zweiten Freien Training zum Grossen Preis von Spanien die schnellste Runde gefahren. Der sechsmalige Formel-1-Weltmeister verwies am Freitagnachmittag seinen finnischen Teamkollegen Valtteri Bottas, der am Morgen bereits die Tagesbestzeit aufgestellt hatte, um 0,287 Sekunden auf den zweiten Platz.

Dritter wurde Max Verstappen im Red Bull. Der Silverstone-Sieger vom vergangenen Sonntag war auf der schnellen Runde 0,821 Sekunden langsamer auf dem 4,655 Kilometer langen Circuit de Barcelona-Catalunya als Hamilton. Bei den Rennsimulationen lag er aber deutlich näher an den Silberpfeilen.

Sebastian Vettel kam nach Platz fünf in der ersten Übungseinheit zum sechsten Saisonrennen trotz des neuen Chassis für seinen Ferrari nicht über Rang zwölf hinaus. Der Rückstand des viermaligen Weltmeisters auf Hamilton betrug 1,521 Sekunden. Teamkollege Charles Leclerc kam auf Position sechs mit 1,264 Sekunden mehr als Hamilton.

Die beiden Alfa Romeo konnten nicht mit der Spitze mithalten. So resultierten im ersten Training ein 15. Rang für Antonio Giovinazzi und ein 16. Platz für Kimi Räikkönen. Auch das zweite Training lief für den Rennstall aus Hinwil nicht besser, im Gegenteil: Räikkönnen wurde 17., Giovinazzi 18. Immerhin konnte man die beiden Williams damit hinter sich lassen. (dpa/erh)

Basketball: Bulls trennen sich von Trainer

Die Chicago Bulls haben sich nach dem erneuten Verpassen der Playoffs in der nordamerikanischen Basketball-Profiliga NBA von ihrem Trainer Jim Boylen getrennt. Das teilte der sechsmalige Meister am Freitag mit. Boylen war seit Dezember 2018 Chefcoach der Bulls.

«Es ist es an der Zeit für uns, den nächsten Schritt in eine neue Richtung zu gehen», sagte Vizepräsident Arturas Karnisovas zur Trennung von Boylen. Die Bulls hatten mit nur 22 Siegen aus 65 Spielen deutlich die K.o.-Runde verfehlt und waren aufgrund der schlechten Bilanz nicht einmal bei der Saison-Fortsetzung in Disney World dabei. (dpa)

Snooker: Weltmeister wird vor Zuschauern gekürt

Wie in der Schweiz sollen Anfang Oktober auch im Vereinigten Königreich Sportveranstaltungen mit Zuschauerinnen wieder möglich sein. Unter Auflagen und mit Massnahmen, die das Social Distancing erlauben. An kleineren Events sollen diese Massnahmen getestet werden. Einer davon ist die Snooker WM in Sheffield, an der erstmals in der Geschichte dieses Sports auch ein Schweizer teilnahm, Alexander Ursenbacher aber in der ersten Rune scheiterte. Bisher musste die WM ohne Zuschauer auskommen, gewonnene Frames oder speziell gute Aktionen wurden von künstlichem Applaus bejubelt. Das Finalwochenende vom 15. und 16. August wird im Crucible Theatre aber zu Testzwecken vor Zuschauerinnen stattfinden. Im Halbfinal stehen sich die Engländer Ronnie O’Sullivan und Mark Selby sowie der Schotte Anthony McGill und der Engländer Kyren Wilson gegenüber. (saw)

Und wer Gefallen am künstlichen Applaus gefunden hat, hier ein schönes Beispiel:

Rad: Hagelsturm überrascht Velofahrer

Während der Tour Criterium du Dauphine in Frankreich kam es am Donnerstag zu einem heftigen Hagelsturm, der einen Teil der Fahrer überraschte. Insbesondere den Belgier Tim Declercq erwischte es schwer:

Wie heftig es hagelte, zeigt auch dieses Video:

Glück hatten die Fahrer im vorderen Feld, da sich das Wetter erst nach ihrer Zieleinfahrt drastisch verschlechterte. (red)

Tennis: Küng in Prag draussen

Leonie Küng scheitert beim WTA-Turnier in Prag nach kämpferischer Leistung äusserst knapp. Die 19-jährige Schaffhauserin, die Nummer 157 der Welt, verlor in der 2. Runde gegen Irina-Camelia Begu (WTA 82) aus Rumänien 7:6, 5:7, 6:7. Die Partie dauerte knapp dreieinhalb Stunden. (heg)

Fussball: Grether verlängert in Luzern

Simon Grether bleibt dem FC Luzern erhalten. Der 28-jährige Defensivspezialist hat seinen Vertrag bei den Innerschweizern bis 2022 verlängert. Grether spielt seit 2016 für den FC Luzern und hat für den Verein bisher 109 Spiele absolviert. (heg)

Fussball: Willian zu Arsenal

Der brasilianische Nationalspieler Willian wechselt innerhalb Londons vom Premier-League-Club FC Chelsea zum Lokalrivalen FC Arsenal. Das gab Arsenal am Freitag bekannt. Zuvor war bereits über einen Wechsel des 32 Jahre alten Angreifers zum englischen Pokalsieger spekuliert worden. Willian unterschrieb bei den Gunners einen Dreijahresvertrag.

Zuvor hatte der Brasilianer sieben Jahre für Chelsea gespielt. Mit den Blues gewann Willian zweimal die Premier League, je einmal den FA-Cup und den Ligacup sowie die Europa League, in der Chelsea das Endspiel im vergangenen Jahr mit 4:1 gegen Arsenal gewann. Bei Chelseas 1:2-Niederlage im FA-Cup-Endspiel gegen seinen neuen Arbeitgeber stand Willian Anfang August nicht im Kader. (dpa)