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Das Wohnzimmer hat ausgedient

Schweizer leben nicht mehr wie ihre Eltern. In den eigenen vier Wänden setzen sich neue Wohnformen durch.

Heute dient das Wohnzimmer ganz selbstverständlich auch als  Kinderspielzimmer oder...
Heute dient das Wohnzimmer ganz selbstverständlich auch als Kinderspielzimmer oder...
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...sportliche Tätigkeiten finden zunehmend im Raum statt, der sich im Laufe des Tages...
...sportliche Tätigkeiten finden zunehmend im Raum statt, der sich im Laufe des Tages...
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Ikea
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Gesellschaftliche Trends und technologischer Fortschritt fordern neue Strukturen in unseren Wohnräumen. Früher war klar definiert, wofür jeder Raum genutzt wird. Heute dient das Wohnzimmer ganz selbstverständlich auch als Home Office oder Kinderspielzimmer. Welcher Raum wozu gebraucht wird, entscheidet jeder selbst.

Zukunftsforscher folgern daraus, dass starre Raumstrukturen wie Wohnzimmer, Esszimmer, Kinderzimmer oder Arbeitszimmer durch Raumzonen abgelöst werden. Diese können je nach Bedarf unterschiedlich genutzt werden. Das sogenannte Fluid Home oder Fluid Living ist die Antwort auf die Pluralisierung der Lebensstile im Wohnbereich. Ein wichtiger Treiber in dieser Entwicklung ist der Trend, dass Erwerbsarbeit je länger je mehr nicht nur im Büro, sondern auch daheim stattfindet. Laut einer Studie des Beratungsunternehmens Deloitte arbeitet über ein Viertel der Schweizer Bevölkerung regelmässig von zu Hause aus – die Digitalisierung macht es möglich.

Gemütlichkeit bleibt

Doch nicht nur als Arbeitsplatz, auch als Rückzugsort gewinnt in Zukunft das Zuhause an Bedeutung. Wobei «Rückzug» nicht bedeutet, dass man total zurückgezogen leben will. Vielmehr ist die eigene Wohnung der Ort, der einem vertraut ist, wo man sich ausruhen und entspannen kann, wo man aber auch aktiv Zeit mit Familie und Freunden verbringt, gemeinsam spielt, kocht, isst und diskutiert. Diese Entwicklung ist nicht weiter verwunderlich, denn je digitaler unsere Welt ist, desto stärker keimt die Sehnsucht nach «Echtem» auf.

Als Gegentrend zum technologischen Fortschritt, zur Digitalisierung prägt Authentizität die Werte und Wünsche von uns Menschen, hält der Forschungsbericht «Smart Home 2030» des Gottlieb Duttweiler Instituts (GDI) fest. Das heisst aber nicht, dass im Haus der Zukunft auf Technologie verzichtet wird. Im Gegenteil. Der Komfort, den die Digitalisierung mit sich bringt, wird genutzt und geschätzt – sofern sie einfach zu bedienen ist und problemlos funktioniert. Die Technik findet denn auch unauffällig im Hintergrund statt. Die Gemütlichkeit in unseren vier Wänden, die wir so schätzen, bleibt bestehen.

Ein Raum – viele Nutzungen

Um das Konzept des Fluid Living in die Realität umzusetzen, braucht es cleveres Mobiliar. Im Fokus stehen Multifunktionsmöbel, die gleichzeitig als Stauraum, Raumteiler, Regal, Sitzbank oder Bett funktionieren. Idealerweise lassen sich diese dank Rollen leicht bewegen und ermöglichen es, ein Zimmer im Handumdrehen für flexible Nutzungen und Aktivitäten zu verändern. So kann sich ein einziger Raum im Laufe des Tages vom Frühstückszimmer zum Fitness Raum, zum Home Office, zum Kinderspielzimmer, zum Esszimmer, zum TV-Zimmer und zur Relax-Zone wandeln.

Längerfristig können sich gemäss dem GDI weitere spannende Entwicklungen ergeben. So zum Beispiel Wände aus neuartigen Materialien, die mit dem 3-D-Drucker gefertigt und nach Bedarf versetzt werden können und so für eine maximal flexible Gestaltung der Wohnung sorgen. Interessanterweise ist die Idee des Fluid Home nicht. «Wir haben erfahren, dass unsere Bauten sehr viel länger halten und die Funktion veraltet. Die Funktionen wechseln so rapid heute, dass eigentlich nur eine grosse Flexibilität in den Gebäuden einen Wert hat. Die Flexibilität ist eigentlich dass Wichtige und Charaktervolle an unseren Bauten, nicht mehr der Ausdruck der Funktion.» Das schrieb der berühmte deutsch-amerikanische Architekt Mies van der Rohe – vor rund 90 Jahren.

So vielseitig einsetzbar wird Wohnraum in Zukunft sein. (Video: Ikea)Diesen Beitrag erstellte Commercial Publishing Tamedia in Zusammenarbeit mit Ikea.

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