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Finanzmarktaufsicht schlägt AlarmBasler Spitäler zocken Privatpatienten ab

Doppelte Abrechnungen oder überzogene Honorare – Operationsabrechnungen in der Region Basel seien oft intransparent und frisiert, kritisieren auch die Krankenkassen. Die Versicherer gehen nun dagegen vor.

Spitalabrechnungen beinhalten manchmal mehr Leistungen, als die Ärzte überhaupt erbracht haben.
Spitalabrechnungen beinhalten manchmal mehr Leistungen, als die Ärzte überhaupt erbracht haben.
Foto: Keystone-sda

Der Basler Gesundheitsdirektor Lukas Engelberger hat keine Kenntnis von dem, was sich in den Buchhaltungsabteilungen der regionalen Spitäler abspielt. Dort würden Abrechnungen bis an die Grenze des Legalen ausgereizt oder Rechnungen «getunt», «optimiert», «frisiert». Dies ist ein erstes Fazit, das grössere Krankenkassen bei ihren teilweise noch laufenden Untersuchungen ziehen.

Die Krankenversicherungen sind unter Druck, Missstände bei den Kliniken zu bekämpfen. Die Eidgenössische Finanzmarktaufsicht (Finma) sitzt den Kassen im Nacken. Die Finma sieht sich als Anwältin der Halbprivat- und Privatversicherten, die ab einem gewissen Alter ihre Zusatzversicherungen nicht mehr wechseln können und damit den Kassen ein Stück weit ausgeliefert sind. Die Finma marschierte bei einigen Versicherungen auf und prüfte Spitalrechnungen. Die Befunde sind alarmierend: «Rechnungen im Bereich der Krankenzusatzversicherung sind häufig intransparent und scheinen zum Teil unbegründet hoch oder ungerechtfertigt», so die Aufsichtsbehörde.

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