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Familie und JobSP-Politikerin möchte Gleichstellungs-Nachhilfe für werdende Eltern

Wer arbeitet wie viel, wer macht den Haushalt und wie sichern sich alle finanziell ab? SP-Grossrätin Barbara Heer will für Paare, die ein Baby bekommen, ein Kursangebot einrichten zum Thema Care-Arbeit und Gleichberechtigung.

Auch wenn man sich die Arbeit daheim früher aufgeteilt hat: Kommt ein Baby zur Welt, kümmert sich meistens die Frau um Kind und Haushalt.
Auch wenn man sich die Arbeit daheim früher aufgeteilt hat: Kommt ein Baby zur Welt, kümmert sich meistens die Frau um Kind und Haushalt.
Keystone

Nach dem deutlichen Ja zum Vaterschaftsurlaub kommt in Basel-Stadt bereits der nächste Vorstoss zum Thema Familie und Gleichberechtigung. SP-Grossrätin Barbara Heer möchte ein Kursangebot für werdende Eltern oder Eltern kurz nach der Geburt des ersten Kindes einrichten. Thema: die Aufteilung von Care- und Lohnarbeit zwischen den beiden Partnern. «Immer mehr Paare nehmen sich zwar vor, die unbezahlte Care-Arbeit rund um Kinderbetreuung und Haushalt hälftig aufzuteilen, doch in Realität sind es am Schluss meistens die Mütter, die mehr Care-Arbeit leisten und den sogenannten Mental Load tragen, also an alles rund um die Kinder denken müssen», sagt Heer. Das zeigen auch die Zahlen des Statistischen Amts Basel-Stadt: Obwohl 7 von 10 Vätern in der Familienbefragung 2017 Teilzeitarbeit als Wunschpensum angeben, arbeiten in der Realität nur gut 2 von 10 Vätern Teilzeit. Auch bei Paaren, die davor alles hälftig aufgeteilt hatten, hält mit der Geburt des ersten Kindes meist das sogenannte modernisierte bürgerliche Familienmodell Einzug: der Vater Vollzeit, die Mutter Teilzeit, Kinder und Haushalt bleiben häufig Frauensache.

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