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Was der «Lozärner» von den Chinesen hält

In der Stadt der Kapellbrücke und des Löwendenkmals wächst der Unmut über 25'000 Besucher pro Tag.

Das liebste Sujet in der beliebtesten Schweizer Stadt: Die Kapellbrücke, wo sich die Touristen schon am Morgen stauen.
Das liebste Sujet in der beliebtesten Schweizer Stadt: Die Kapellbrücke, wo sich die Touristen schon am Morgen stauen.
Stefano Schröter
Die Touristen aus China werden in Cars herangekarrt: Bucherer am Schwanenplatz.
Die Touristen aus China werden in Cars herangekarrt: Bucherer am Schwanenplatz.
Stefano Schröter
Marcel Perren, der Tourismusdirektor von Luzern.
Marcel Perren, der Tourismusdirektor von Luzern.
Stefano Schröter
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Stau auf der Kapellbrücke, morgens um zehn. Touristen aus aller Welt nehmen das Wahrzeichen Luzerns in Beschlag: Die einen posieren, die anderen drücken ab. Dazwischen schweben gefährlich die Selfiesticks. Nähme man zu viel Rücksicht auf die Hobbyfotografen, man käme nicht vom Fleck.

25'000 Touristen besuchen täglich die Stadt mit ihren 81'000 Einwohnern. Die Grenze des Erträglichen sei definitiv erreicht, finden viele Luzernerinnen und Luzerner. Von der weltberühmten Holzbrücke, dem meistfotografierten Bauwerk der Schweiz, halten sie sich fern, lieber machen sie einen Umweg. Manche Luzerner meiden die Altstadt an schönen Sommertagen, und sie bedauern, dass «ihre» pittoresken Gassen und geschichtsträchtigen Gebäude zur touristischen Kulisse verkommen. Und die Bewohner des historischen Quartiers? Eine ältere Frau, die seit Jahrzehnten am Kornmarkt lebt, sagt stellvertretend für viele: «Ich fühle mich fremd in der eigenen Stadt.»

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