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«Das letzte Teilchen fehlte ihm: der Beweis»

Als Vertreter der Crypto AG war Hans Bühler im Iran bis 1993 im Gefängnis. Seine Tochter Chris Blumer über eine lange Zeit der quälenden Ungewissheit.

«Die Entlassung war für ihn fast das noch grössere Trauma»: Chris Blumer über ihren Vater. Foto: Michele Limina
«Die Entlassung war für ihn fast das noch grössere Trauma»: Chris Blumer über ihren Vater. Foto: Michele Limina

Ihr Vater war im März 1992 für die Crypto als Verkäufer im Iran unterwegs. Die Iraner hatten Verdacht geschöpft, die Verschlüsselungsgeräte seiner Firma seien nicht sauber, und verhafteten ihn. Wie war das damals für Sie als siebzehnjährige Tochter?

Mein Vater sollte am Besuchstag meiner Mittelschule in Zürich zurück sein. Meine Mutter wartete an diesem Samstag stundenlang am Flughafen, aber er war nicht im Flieger aus Teheran. So kam sie verzweifelt in die Schule – eine halbe Stunde vor Ende der letzten Lektion. Alle anderen Eltern waren da. Während drei, vier Wochen blieben wir danach im Ungewissen. Bern soll von der Verhaftung früh gewusst haben, aber sie informierten uns lange nicht.

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