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Zweites ImpeachmentSogar die Familie Cheney stellt sich gegen Trump

Ausgerechnet der erzkonservative Ex-Vizepräsident Dick Cheney und seine Tochter kritisieren den US-Präsidenten scharf. Liz Cheneys Votum für die Amtsenthebung könnte sie gar die Wiederwahl in den Kongress kosten.

Stellen sich beide gegen Trump: Kongress-Abgeordnete Liz Cheney und ihr Vater, der ehemalige Vize-Präsident Dick Cheney.
Stellen sich beide gegen Trump: Kongress-Abgeordnete Liz Cheney und ihr Vater, der ehemalige Vize-Präsident Dick Cheney.
Foto: Cliff Owen (AP/Keystone)

Das Erbe, das die Familie Cheney Amerika hinterlassen hat, kann man sich anschauen, wenn man ein wenig über Land fährt. Vor allem in ländlichen, konservativen Gegenden der USA ist es üblich, Strassenbrücken nach den Männern und Frauen aus den umliegenden Dörfern zu benennen, die in Amerikas Kriegen gefallen sind. Und die Kriege in Afghanistan und im Irak, die Dick Cheney vor 20 Jahren als Vizepräsident begonnen hat, haben Tausende Namen geliefert, die man auf Schilder drucken und an den Brücken aufstellen konnte.

Vielleicht ist es daher so etwas wie Reue – das Gefühl, dieses Mal auf der richtigen Seite der Geschichte stehen zu müssen, damit der Familienname nicht nur mit den elenden «Forever Wars» verbunden bleibt, den ewigen Kriegen im Nahen und Fernen Osten, sondern auch mit einer wahrhaft patriotischen Tat. Jedenfalls waren es ausgerechnet zwei Mitglieder der Familie Cheney, die sich in den vergangenen Tagen gegen den kalten Staatsstreich gestemmt haben, durch den Präsident Donald Trump versucht hat, trotz seiner Wahlniederlage im Amt zu bleiben.

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