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Coronavirus in der RegionDrei betagte Patienten in Basel verstorben +++ Juso-Chefin sorgt mit Tweet für Shitstorm

Nur vier Neuinfizierte im Baselbiet – alle News im Live-Ticker.

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Basler Schulen bleiben auch nach den Ferien geschlossen

Regierungsrat Conradin Cramer kündigt an, dass die Schulen in Basel-Stadt nach den Frühlingsferien (4. bis 18. April) noch mindestens eine weitere Woche geschlossen bleiben. In dieser Zeit finde Fernunterricht statt. Der früheste Eröffnungstermin wäre somit der 25. April. Man warte auf einen Entscheid des Bundesrats nach Ostern. «Wir informieren dann umgehend, was das für Basel bedeutet», schreibt der Vorsteher des Erziehungsdepartements auf Twitter.

Baselland hilft Eltern bei Kita-Kosten

Der Kanton Baselland befreit Eltern von den Kosten nicht genutzter Kinderbetreuungsplätze. Gleichzeitig schiesst er den zuständigen Gemeinden einen finanziellen Ausgleich der Ausfälle von 80 Prozent vor.

Die Massnahmen, die in zwei Notverordnungen geregelt sind, gelten für die Dauer der ausserordentlichen Lage bis spätestens 31. August, wie die Baselbieter Regierung am Mittwoch mitteilte. Der Kanton rechnet mit Vorauszahlungen in der Höhe von monatlich 2,3 Millionen Franken.

Die Betreuungseinrichtungen müssten ihre Ausgaben so weit wie möglich über Kurzarbeit oder Soforthilfen reduzieren und 20 Prozent der Ausfälle selber tragen, heisst es weiter. Mittelfristig will der Kanton dann die Gelder von den zuständigen Gemeinden zurückfordern. Konkret sollen die vorfinanzierten Ausfallentschädigungen in den Jahren 2021 bis 2023 über den Finanzausgleich wieder eingeholt werden.

Die Regierung des Kantons Basel-Stadt hat am 17. März bereits beschlossen, dass die Eltern für die Dauer, während der sie Angebote der Tagesbetreuung und Tagesstrukturen aufgrund der aktuellen Situation nicht nutzen können, keinen Elternbeitrag bezahlen müssen. Den privaten Trägerschaften der Tagesstrukturangebote wurde garantiert, dass sie den Einnahmeausfall nach Abzug von allfälligen Entschädigungen und Minderkosten vergütet bekommen. (SDA/bor)

Nur vier Neuinfizierte in Baselland

Im Baselbiet sind zwei weitere Personen an Covid-19 gestorben. Die Zahl der Todesfälle steigt im Landkanton auf nunmehr 21. Zugleich flacht die Kurve der positiv auf das Coronavirus getesteten Personen weiter ab. So sind gemäss kantonalem Krisenstab in den letzten 24 Stunden lediglich vier neue Corona-Fälle hinzugekommen. Die Gesamtzahl der Infektionen liegt – Stand Mittwoch, 8. April – bei 694. Von diesen gelten aber wiederum etwa zwei Drittel, das heisst 461 Fälle, als geheilt.

Pyro rappt die Baselbieter nach Hause

Rapper Pyro hat für den Kanton Basel-Land einen Track aufgenommen. Pyro fordert im Video die Menschen auf, «den Weg frei zu machen».

Einführung von Spitallisten wegen Virus «coroniert»

Die Lancierung gleichlautender Spitallisten in den beiden Basel ist als Folge der ausserordentlichen Lage wegen der Coronavirus-Pandemie verschoben, sogenannt coroniert, worden. Mit der interkantonalen Koordination der Vergabe von Spitalleistungen soll die Überversorgung auf gewissen Gebieten abgebaut werden.


Geplant war ein Anhörungsverfahren im März, wie die Gesundheitsdirektionen beider Basel am Mittwoch mitteilten. Am 19. März hatte die Vereinigung Nordwestschweizerischer Spitäler beantragt, die Einführung der gleichlautenden Spitallisten zu verschieben. Die beiden Gesundheitsdirektoren hätten dem Antrag angesichts der besonderen Umstände zugestimmt.

Das Inkrafttreten der gleichlautenden Spitallisten wird auf den 1. Juli 2021 verschoben. Der Start der rechtlichen Anhörung der Spitäler wurde neu auf den 10. August angesetzt. Diese Gespräche und die damit verbundenen Arbeiten würden voraussichtlich bis Ende Oktober 2020 andauern. Danach werde die Erfassung der gemeinsamen Spitallisten in Angriff genommen.

In Basel müssen nun die bis zum 31. Dezember 2020 gültigen Leistungsaufträge und Leistungsvereinbarungen um ein halbes Jahr, also bis zum 30. Juni 2021, verlängert werden. Die Basler Regierung hat einen entsprechenden Beschluss gefasst. Im Kanton Baselland sind die Vereinbarungen nicht befristet, können also ohne Regierungsratsbeschluss weiterlaufen.

Zentrales Anliegen der gleichlautenden Spitallisten ist der Abbau von Überangeboten. Im Gesundheitsraum beider Basel würden bestimmte Spitalbehandlungen «deutlich häufiger» in Anspruch genommen als in der übrigen Schweiz, hält ein Bericht der Gesundheitsdirektionen beider Basel fest. Dieser stützt sich auf eine Analyse des Schweizerischen Gesundheitsobservatoriums

Drei weitere Todesfälle in Basel

Bis am Mittwoch um 10 Uhr hat das Basler Gesundheitsdepartement insgesamt 834 positive Corona-Fälle von Personen mit Wohnsitz im Kanton Basel-Stadt verzeichnet. Das sind 21 mehr als am Vortag. 535 Personen sind inzwischen wieder genesen.

In den vergangenen 24 Stunden sind drei weitere Patienten in Basel gestorben. Die Zahl der Todesfälle im Kanton beträgt neu insgesamt 31.
Bei den zwei verstorbenen Frauen und dem verstorbenen Mann handelt es sich jeweils um Personen aus der Risikogruppe (älter als 65 und bestehende Vorerkrankung). Sie waren 98, 85 und 83 Jahre alt, teilte das Gesundheitsdepartement mit.


Aktuell befinden sich 83 Einwohner des Kantons Basel-Stadt aufgrund einer Covid-19-Infektion in Spitalpflege in einem baselstädtischen Spital. Total sind dies 99 Personen. Insgesamt 14 Personen benötigen Intensivpflege.

Shitstorm wegen frechem Juso-Tweet

Die Baselbieter Juso-Chefin Ronja Jansen hat mit einem Tweet die FDP ins Visier genommen und den Liberalen «Privatisierungswahn» unterstellt, weil in der Corona-Krise die Desinfektionsmittel knapp sind. Das liege daran, dass die Schweizer Ethanol-Produzentin Alcosuisse privatisiert worden sei, behauptet Jansen.

Indessen muss sich die Frenkendörfer Jungpolitikerin belehren lasssen, dass es die SP Schweiz war, die mit ihren Vorstössen in krisenfreien Zeiten die Pflichtlager abschaffen wollte. Erwähnt sei hier der Vorstoss «Notvorratstaxe abschaffen» von Hans-Jürg Fehr (SP). Zudem liess der Bund - also der Staat und nicht die Privaten - im 2018 die Pandemie-Reserve auflösen.


Vielmehr sorgten jetzt in Corona-Zeiten die Privaten für Nachschub, in dem die Produktion hochgefahren worden ist.

Immer wieder fällt die Juso mit ideologischen Parolen und klaren Feindbildern, bildkräftiger Sponti-Aktionismus auf. «Wenn ich SP-Mitglied wäre, würde ich das Thema Pflichtlager grossräumig umfahren» oder schlicht «Ronja, Ball flach halten», wird Jansen auf Twitter ermahnt.

Nur acht zusätzliche Infizierte in Baselland

In Baselland nahm die Zahl der gemeldeten Infizierten von Montag auf Dienstag lediglich um acht weitere Fälle zu. Erfreulicherweise kam kein weiterer Todesfall dazu, dafür sind 40 weitere Personen von der Krankheit Covid-19 genesen.

Appell der Regierung: Bleiben Sie an Ostern zuhause!

Die Regierungen beider Basel rufen die Bevölkerung dazu auf, jetzt nicht nachlässig zu werden. Obwohl die Zahlen der Neuinfektionen pro Tag langsam zurückgehen, sei man noch «längst nicht am Punkt, an dem Entwarnung gegeben werden kann», schreibt der Basler Regierungsrat. Präsidentin Elisabeth Ackermann doppelt in einem Video nach:

Auch aus dem Baselbiet ist der Ton des Appells eindringlich: «Machen Sie keine Ausflüge! Auch wenn es bei diesem schönen Wetter und den bevorstehenden Ostertagen schwerfällt: Bleiben Sie unbedingt zu Hause!», schreibt Regierungspräsident Isaac Reber. Wer frische Luft brauche, solle dorthin gehen, wo sich keine Gruppen von Menschen aufhalten.

Regierungssprecher Nic Kaufmann präzisiert auf Anfrage: «Das Wandern und Spazieren im Baselbiet ist nicht per se verboten – solange nicht mehr als fünf Personen gemeinsam unterwegs sind und die vorgeschriebenen Abstände zu anderen Personen eingehalten werden.» Wichtig sei es deshalb, sich zu überlegen, zu welcher Zeit man welche Ort besuche.

«Bei beliebten Auskunftsziele wie der Sissacherfluh, dem Allschwiler Wald oder auf dem Birsköpfli darf es nicht zu grösseren Ansammlungen von Menschen kommen.»

Polizei verteilte Bussen am Wochenende

Am vergangenen Wochenende kontrollierte die Baselbieter Polizei vermehrt, ob das Versammlungsverbot von mehr als fünf Personen und die Mindestabstände eingehalten wurden. Dies war nicht überall der Fall: «Trotz mehrheitlich vorbildlichem Verhalten musste eine höhere zweistellige Anzahl an Bussen von 100 Franken ausgesprochen werden», teilt die Polizei mit.

Die Verstösse seien über den ganzen Kanton verteilt vorgekommen, sagt Polizeisprecher Adrian Gaugler auf Nachfrage. «Für das Oster-Wochenende werden wir unsere Kontrollen nochmals intensivieren.»

Basel-Stadt mietet Hotel als Erweiterung der Notschlafstelle

Das Hotel du Commerce am Riehenring. Foto: booking.com
Das Hotel du Commerce am Riehenring. Foto: booking.com

Der Kanton Basel-Stadt hat ein Hotel gemietet, um in der Coronavirus-Krise das Angebot an Notschlafstellen und -unterkünfte erweitern zu können. Dies wurde nötig, weil in der regulären Notschlafstelle wegen der Abstandregel nur noch halb so viele Betten vergeben werden können.

Gemietet wurde das Hotel du Commerce am Riehenring, wie die Basler Regierung am Dienstag mitteilte. Ziel sei es, auch in der Krisenzeit und in Einhaltung der Abstandregeln obdach- und wohnungslosen Menschen genügend Notschlafstellen und betreute Notunterkünfte zur Verfügung stellen zu können.

Das Hotel du Commerce stehe vor allem Obdachlosen zur Verfügung, die zum Teil zur Risikogruppe der vulnerablen Personen zu zählen seien, schreibt die Regierung weiter. Weiter würden spezielle Notunterkünfte für Infizierte zur Verfügung gestellt, die sich aufgrund einer ungenügenden Wohnsituation nicht selber in Quarantäne begeben könnten.

Den Umständen entsprechend umorganisiert oder räumlich ausgebaut wurden auch weitere Hilfsangebote für sozial benachteiligte Menschen. Verschiedene Institutionen würden Essen in Form des Take away ausgeben, heisst es in der Mitteilung. Die Gassenküche habe die Essensausgabe in grössere Räumlichkeiten verlegen können, und die Kontakt- und Anlaufstelle am Riehenring sei erweitert worden. (SDA/bor)

Bis jetzt 28 Corona-Tote in Basel-Stadt

Das Gesundheitsdepartement Basel-Stadt publiziert die neusten Zahlen zur Corona-Pandemie: Bis Dienstag, 9.30 Uhr, zählt der Stadtkanton insgesamt 813 positiv getestete Menschen (+10). Die Zahl der Todesfälle steigt um zwei weitere auf total 28.

Bei den zwei jüngst verstorbenen Personen handelt es sich um Frauen im Alter von 81 und 84 Jahren mit bestehenden Vorerkrankungen.

Aktuell befinden sich 83 Einwohner aufgrund einer Covid-19-Infektion im Spital, wovon 13 Intensivpflege benötigen.

Die guten Zahlen zum Schluss: 508 Personen (oder 60 Prozent der Infizierten) sind wieder gesund.

Ostern: Kirchen weichen auf TV aus

Ab Mittwoch und bis Dienstag zeigt der Nordwestschweizer Lokal-Fernsehsender regioTVplus täglich das Format «Kirchenfenster». Es handelt sich um ein ökumenisches Projekt der römisch-katholischen Kirchen von Basel-Stadt und Baselland sowie der evangelisch-reformierten Kirche Baselland. Damit soll den Gläubigen trotz Corona-Krise an den Kar- und Ostertagen ein Angebot zur Verfügung stehen, wie die Kirchen informieren.

Eine Sendung dauert rund zehn Minuten und wird stündlich wiederholt. Jede Ausgabe ist in drei Elemente aufgeteilt: Nach einem vier- bis fünfminütigen Oster-Beitrag oder einer Reportage folgt ein «Wort zum Tag», bevor die Ausstrahlung musikalisch abgeschlossen wird.

In den «Kirchenfenstern» soll etwa eine Reportage über die kirchliche Telefonseelsorge gezeigt, aber auch über Kreuzwege, Kerzensegnung, Sozialprojekte oder über die Erlebnisse einer Spitalseelsorgerin im Corona-Referenzspital Bruderholz berichtet werden, heisst es in der Mitteilung.

Der TV-Sender regioTVplus ist über fast alle Kabelnetze der Nordwestschweiz empfangbar (Ausnahme: balcab) sowie via www.regiotvplus.ch, YouTube und Swisscom TV.

«Blyb jetz gopfridstutz dehäi»

Der Frenkendörfer Musiker und Primarlehrer Oli Oesch singt gegen den Corona-Koller an. Zur Unterhaltung der Daheimgebliebenen geht er mit seiner Gitarre von Quartier zu Quartier und gibt jeweils ein paar Lieder zum Besten. Seine Auftritte sind inzwischen weitherum bekannt – sogar «Schweiz aktuell» von SRF hat am Montagabend über den Baselbieter berichtet.

Angefangen hat Oesch mit seinen kurzen Spontankonzerten in seinem Wohnort Frenkendorf. Mittlerweile besucht er aber auch andere Gemeinden. Am Montag machte er zusammen mit Gitarrist Alex Watzdorf halt in Sissach (siehe Video). In Anlehnung an den Titel «Kiosk» der Band Rumpelstilz singt Oesch: «Blyb jetzt gopfridstutz dehäi, süscht wärde mer alli chrank.»

Leserreporter B.W.

Frankreich beschlagnahmt Gesichtsmasken am Euroairport

Am Euroairport Basel-Mulhouse spielt sich ein wüster Streit um Atemschutzmasken ab. So hat der französische Staat am vergangenen Sonntag eine Flugzeuglieferung von zwei Millionen Stück beschlagnahmt, die eigentlich für die französische Region Bourgogne-Franche-Comté bestimmt war. Die Konfiszierung fand auf dem Rollfeld des Flughafens statt, wie «20min.fr» und andere französische Medien berichten.

Die Präsidentin der betroffenen Region hat sich öffentlich über das rabiate, unkoordinierte Vorgehen der Zentralregierung beklagt, zumal es sich schon um die zweite Aktion dieser Art innert Wochenfrist handelt. Bereits am 2. April war am Euroairport eine Maskenlieferung vom Staat sichergestellt worden, um diese der Region Grand Est zukommen zu lassen. Diese ist nämlich stärker von der Corona-Pandemie betroffen als Bourgogne-Franche-Comté.

Zollangestellte packen bei der Sicherstellung der Masken auch mit an. Foto: Präfektur Haut-Rhin
Zollangestellte packen bei der Sicherstellung der Masken auch mit an. Foto: Präfektur Haut-Rhin

Die Regierung in Paris versteht sich in einer Art Vermittlerrolle und will die Maskenlieferungen «gerecht» zwischen den Gebieten verteilen. Die Präfektin von Grand Est erklärte zur jüngsten Beschlagnahmung, dass die Lieferung im fraglichen Flugzeug sowohl Atemschutzmasken für den Zentralstaat als auch solche für verschiedene französische Regionen und Départements enthalten sollte. Doch da die Lieferung unvollständig gewesen sei, habe der Staat entschieden, kurzerhand die ganze Ladung «zu Gunsten des Gesundheitspersonals, das Priorität geniesst» zu beschlagnahmen. Bilder der Sicherstellung und der erbeuteten Ware werden von diversen Regierungsstellen in den sozialen Medien präsentiert.

Die Region Grand Est braucht sich dabei nicht über lange Lieferwege zu beklagen: Der Euroairport Basel-Mulhouse liegt auf ihrem Grund.

Basler Märkte öffnen wieder – in begrenztem Rahmen

In Basel sind bis 19. April als Folge der bunderätliche Corona-Verordnungen sämtliche Märkte abgesagt, wie der Kanton Basel-Stadt auf seiner Internetseite schreibt.

Doch offenbar werden die Regeln nun etwas gelockert. So wird der Wochenmarkt auf dem Basler Wettsteinplatz ab Mittwoch, 8. April, im begrenzten Rahmen – mit einem Stand – wieder geöffnet. «Das Team vom Wettsteinmarkt ist sehr erfreut, dass einem lokalen Produzenten diese Möglichkeit geboten wird und dass damit die Quartierbevölkerung vor Ort wieder Frischwaren», schreibt der Präsident des Marktvereins, Martin Lüchiner, in einer Medienmitteilung. Der Verkaufsstand am Wettsteinplatz werde vom Hof der Familie Hagin aus Weil am Rhein betrieben. Zudem habe der Wettsteinmarkt bereits für letzte Woche einen Bestellservice mit Abholung im Depot Landhof organisiert.

Gegenüber dem SRF Regionaljournal Basel bestätigt der Kanton den Kurswechsel. «Ein einzelner Marktstand pro Platz sollte möglich sein», sagt eine Sprecherin dazu. Die Marktstände würden schliesslich wie Supermärkte der Grundversorgung dienen. Wichtig sei, dass man die Abstandsregeln einhalten könne. Deshalb möchte man pro Platz bloss einen Stand erlauben. Das gelte für den Marktplatz in der Basler Innenstadt wie auch für Quartiermärkte.

Die Wälder leiden unter dem Besucheransturm

«Der Drang nach Freizeit und Erholung in Wald und Flur scheint in diesen Tagen noch intensiver zu sein als sonst im Frühling», stellt das Amt für Wald beider Basel fest. Das sei angesichts des herrlichen Wetters und der Einschränkungen durch die Coronakrise verständlich, schreibt das Amt in einer Mitteilung vom Montag. Und es solle weiterhin und ohne zusätzliche Auflagen möglich sein, sich draussen in der Natur zu bewegen. Doch das Amt sieht sich angesichts des Besucheransturms auf die hiesigen Wälder offenbar gezwungen, einige Verhaltensregeln in Erinnerung zu rufen:

  • Es gelten die vom Bund verordneten Abstands- und Fünf-Personen-Regeln
  • Wegen trockener Waldböden und erheblicher Waldbrandgefahr sollte auf Feuer und Picknicks verzichtet werden. In den letzten Wochen war es wiederholt zu kleinen Waldbränden im Baselbiet gekommen
  • Der Respekt gegenüber der Natur gebietet es, dass man Strassen und Wege nicht verlässt
  • Ebenso gilt es, das Eigentum und die Arbeit von Bauern zu respektieren. Felder, Wiesen, Obstbäume und Plätze auf Bauernhöfen sind keine Pausen-, Picknick oder sonstige Sitzplätze für Erholungssuchende
  • Hunde müssen während der Brut- und Setzzeit (1. April bis 31. Juli) an der Leine geführt werden
  • Der Gebrauch von Stirn- und Taschenlampen sollte vermieden werden
  • Essensreste und Abfall dürfen sollten nicht liegen gelassen werden
Foto: Kostas Maros
Foto: Kostas Maros

Bürgermeister von Saint-Louis an Covid 19 gestorben

Foto: Nicole Pont
Foto: Nicole Pont

Der Bürgermeister von Saint-Louis, Jean-Marie Zoellé, ist tot. Der 75-jährige Politiker ist am Montag an den Folgen einer Coronavirus-Infektion gestorben, wie die Behörden der französischen Grenzstadt mitteilten. Zoellé war schon längere Zeit in Spitalbehandlung gewesen: zunächst wurde er in Mulhouse betreut, am 28. März wurde er in ein Spital im deutschen Bonn transferiert.

Zoellé stand der Basler Nachbarstadt seit 2011 als Bürgermeister vor. Bei den Gemeindewahlen vom letzten März wurde er im ersten Wahlgang wiedergewählt. Wie die Zeitung «Dernières Nouvelles d'Alsace» schreibt, hatte Zoellé die Durchführung der Wahlen inmitten der Corona-Krise scharf kritisiert. Die Regierung in Paris hatte darauf bestanden.

Wegen der aktuell geltenden Ausgangsbeschränkungen kann derzeit keine Gedenkfeier abgehalten werden. Diese soll gemäss Stadtbehörde nach der Aufhebung der Massnahmen organisiert werden. Jean-Marie Zoellé hinterlässt eine Frau, Kinder und Enkelkinder. Ein ausführlicher Nachruf folgt.

Der Helm, der Unia gefällt

Coronavirus und Baustellen, ein leidiges Thema in den letzten Wochen. Die Gewerkschaft Unia will am liebsten alle Baustellen schliessen, um die Arbeiter zu schützen. Nun hat ein Tüftler aus Basel eine Idee, wie man das Problem lösen könnte: Mit dem Social Distancing Helm!

Aktive Fälle gehen im Baselbiet zurück

Auch im Baselbiet ist die Zunahme der Corona-Fälle am Montag moderat: Nur 12 zusätzlich Infizierte sind im Kanton verzeichnet worden im Vergleich zum Vortag. Die Zahl der Todesfälle bleibt bei 19 unverändert. Insgesamt gelten rechnerisch 412 der insgesamt 682 Infizierten wieder als geheilt.

Freiwillige unterstützen Spitäler

Dank der Initiative «Helfer*in in der Not» können Spitäler, Labore und Hilfsinstitutionen in Not rasch und unkompliziert personelle Unterstützung erhalten: Bereits mehr als 1200 Freiwillige aus der ganzen Schweiz bieten über eine neue Online-Plattform ihre Hilfe an und werden bei Bedarf für ehrenamtliche Einsätze vermittelt. Dies auch ausserhalb des medizinischen Bereichs.

Die Idee dazu hatten zwei Studenten der Hochschule für Life Sciences der Fachhochschule Nordwestschweiz (FHNW). Angelina Markl und Sebastian Fix gründeten hierfür den Verein «Medical Informatics». Er wird von der Hochschule für Life Sciences FHNW unterstützt und vermittelt während der aktuellen Krise landesweit freiwilliges Hilfspersonal.

Auf der Online-Plattform können sich Freiwillige unabhängig von Ausbildung und beruflicher Tätigkeit für ehrenamtliche Einsätze anmelden. Umgekehrt melden auch die hilfsbedürftigen Institutionen ihren Bedarf an Ressourcen direkt auf der Online-Plattform. Angebot und Nachfrage werden daraufhin zusammengeführt.

www.medicalinformatics.ch

(red)

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