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Das Finale von The VoiceSo kämpft Drilona Musa um den Sieg

Mit ihrer kraftvollen Stimme weiss die Baslerin Drilona Musa die Coachs bei «The Voice of Switzerland» für sich zu begeistern. Für einen Sieg reicht es ihr beim speziellen Finale der Sendung jedoch nicht.

Drilona Musa (links) gibt beim Finale des Wettbewerbs mit dem Song «Dance Monkey» von Tones and I noch einmal alles. Ihr Coach Anna Rossinelli schaut gespannt zu – und lauscht.
Drilona Musa (links) gibt beim Finale des Wettbewerbs mit dem Song «Dance Monkey» von Tones and I noch einmal alles. Ihr Coach Anna Rossinelli schaut gespannt zu – und lauscht.

So haben sie sich das grosse Finale von The Voice of Switzerland wohl nicht vorgestellt. Was üblicherweise ein Event voller Glitzer und Glamour ist und in diesem Jahr eigentlich in Köln stattfinden sollte –, muss aufgrund der Corona-Massnahmen ins Wohnzimmer verlegt werden. Die acht Finalisten des Gesangswettbewerbs singen sich in den eigenen vier Wänden ein letztes Mal die Seele aus dem Leib und am Ende des Abends siegte der 18-jährige St. Galler Remo Forrer.

Die Baslerin Drilona Musa ist bis zum Ende mit von der Partie. Als Teil von Anna Rossinellis Team hat sie sich Runde um Runde weitergesungen und mit ihrer kraftvollen Stimme nicht nur ihren Coach begeistert. Mit Liedern wie «Toxic» von Britney Spears und «You’ve Got the Love» von Florence + The Machine hat die 26-Jährige ihre Stimme gekonnt eingesetzt und sich gegen andere Talente durchgesetzt.

«Ich zeige euch, was ich kann»

Am Tag der Entscheidung ist es nicht anders. Mit «Dance Monkey» von Tones and I sucht sich die Baslerin wiederum einen Popsong aus und interpretiert ihn auf ihre eigene Art und Weise. Ganz anderes wirkt hingegen die «Bühne», auf der sie auftritt: das eigene Wohnzimmer nämlich. Das Finale der Sendung, die seit diesem Jahr auf 3 + ausgestrahlt wird, kann aufgrund der Corona-Krise nicht wie geplant live in Köln stattfinden. So ist entschieden worden, dass in dieser Zeit, in der ein grosser Teil der Bevölkerung im Homeoffice arbeitet, auch die Teilnehmer und Coachs von «The Voice of Switzerland» von zu Hause aus arbeiten.

«Ich zeige euch, was ich kann, und bringe euch auf andere Gedanken», sagt Drilona Musa vor ihrem Auftritt in den eigenen vier Wänden. Mit ihrer Musikkarriere angefangen hat die 26-Jährige mit Posts auf Instagram und anderen sozialen Plattformen; so ist ihr diese Art von Auftritt nicht fremd. Im Hintergrund sieht man Fan-T-Shirts an der Wand hängen, mit Aufschriften wie «Keep Calm and listen to Drilona» (zu Deutsch: Bleib ruhig und hör Drilona zu). Für die Zuschauer auf dem Bildschirm mit eingeblendet ist ihr Coach Anna Rossinelli, die ebenfalls von zu Hause aus ihrem Schützling zuhört.

Aufhören mit Singen werde ich nie.»

Drilona Musa

Sobald Musa zu singen beginnt, sieht und hört man auch ihre Leidenschaft für die Musik. Wie bereits in früheren Auftritten zeigt sie vollen Körpereinsatz, fühlt sie sich in den Song ein. Rossinelli ist begeistert und ruft nochmals die Zuschauer dazu auf, für ihr Talent zu stimmen. Anders als bei den ersten Runden des Wettbewerbs entscheiden im Finale nämlich nicht die Coachs, wer gewinnt, sondern die Zuschauer per Televoting. Und diese wählen zum Sieger der dritten Staffel von «The Voice of Switzerland» nicht die Baslerin mit der starken Stimme, sondern den St. Galler Remo Forrer. Sämtliche Einnahmen des Televotings will die Sendung übrigens der Glückskette spenden. Das Geld soll im Kampf gegen die Corona-Krise helfen.

Der Tag danach

Eine grosse Überraschung sei der Sieg von Remo Forrer für sie nicht gewesen, sagt Drilona Musa zur BaZ am Tag nach dem Finale. «Ich mag es ihm gönnen», so die Baslerin. Mitgenommen aus der Sendung habe sie vor allem Erfahrung: «Ich bin sehr froh so viel Erfahrung gesammelt zu haben und tolle Leute kennengelernt zu haben. Nun bin ich für weitere Fernsehauftritte vorbereitet, da ich nun in etwa weiss, was alles dahintersteckt.»

Die Musikkarriere an den Nagel zu hängen, steht für Drilona Musa ausser Frage: «Aufhören mit Singen werde ich nie. Die Teilnahme bei The Voice hat mir nur noch mehr Motivation gegeben, weiterzumachen und hat mir bestätigt, dass ich mit der Musik definitiv das Richtige mache. Ich werde die jetzige Auszeit nutzen, um meine eigenen Songs weiterzuschreiben damit ich hoffentlich bald zumindest eine EP veröffentlichen kann.