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Muskelboom bei Mann und FrauSind diese trainierten Körper überhaupt noch zeitgemäss?

Wer heute etwas auf sich hält, trainiert sich Muskeln an. Wie sich der Körperkult verändert hat, erklärt ein Kunsthistoriker und Bodybuilder.

Hart, braun und gut geölt müssen die Muskeln sein: Teilnehmer der Mr. Olympia-Veranstaltung in Las Vegas.  (ZUMA Press / imago Press)
Hart, braun und gut geölt müssen die Muskeln sein: Teilnehmer der Mr. Olympia-Veranstaltung in Las Vegas. (ZUMA Press / imago Press)

Sie haben es im Gym offenbar nicht mitbekommen: Das mit dem Ende des Kapitalismus. Des Westens. Der Männer und ihrer Männerkörper. Dass die Zeiten sich geändert haben zugunsten von Minimalismus und Veganismus, von Future-Freitagen, von Postwachstumsökonomie und zugunsten all der Dinge, welche die wohlständigsten unter den Wohlstandsgesellschaften derzeit so umtreiben. Als der Afroamerikaner Brandon Curry am 14. September 2019 beim Mr.-Olympia-Wettbewerb im Orleans Hotel & Casino in Las Vegas die begehrteste Trophäe des globalen Bodybuildings entgegennimmt – die Sandow-Statuette in der offenen Gewichtsklasse – ist die westliche Welt auf den ersten Blick so proper, wie sie es vor zwanzig Jahren noch nur sein konnte: Laut. Stolz. Körperlich. Optimistisch. Materialistisch. Kapitalistisch.

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