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Kommentar zum Corona-KulturbetriebSie möchten spielen – aber können nicht

Was im Theater geht, geht nicht bei Orchesterkonzerten und Opernaufführungen. Mit höchstens 50 Zuhörern sind sie wirtschaftlich schlicht nicht tragbar.

Nun hilft auch der umfunktionierte Proberaum nicht mehr: Das Opernhaus Zürich hat den Betrieb bis auf weiteres eingestellt.
Nun hilft auch der umfunktionierte Proberaum nicht mehr: Das Opernhaus Zürich hat den Betrieb bis auf weiteres eingestellt.
Foto: Andrea Zahler

Wir spielen weiter, irgendwie: Dies meldeten viele Schweizer Theater, nachdem der Bundesrat Veranstaltungen für über 50 Personen bis auf weiteres verboten hatte. Wir spielen nicht, heisst es dagegen bei den meisten Orchestern und beim Zürcher Opernhaus. In der «Aargauer Zeitung» wurde deshalb vermutet, dass «gewisse Exponenten in den grossen Institutionen» gar nicht unglücklich seien darüber, dass sie sich jetzt nicht mehr täglich «abrackern» müssten: «Jetzt können sie wieder die hohle Hand beim Staat machen.»

Ist das so? Haben die Orchesterintendantinnen und Operndirektoren einfach Lust auf ein bisschen subventionierte Corona-Ferien? Nein, im Gegenteil: Sie haben alles unternommen, um nach dem Lockdown möglichst rasch wieder spielen zu können. Sie haben ihre Programme laufend den wechselnden Bedingungen angepasst. Sicherheitskonzepte wurden entwickelt, bewilligt und erfolgreich (also schweizweit ohne einen einzigen bekannten Ansteckungsfall im Publikum) umgesetzt. Und das Opernhaus hat viel Geld investiert, um das Orchester aus dem Probesaal zu übertragen und so dennoch Liveaufführungen zu ermöglichen.

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