Sicherheitsrisiko: Lufthansa sperrt im A320neo die letzte Reihe

Passagiere dürfen ab sofort nicht mehr auf die hintersten Sitze, weil der Schwerpunkt der Flugzeuge zu weit hinten liegt.

Der Schwerpunkt liegt zu weit hinten: Eine Maschine des Typs A320-neo der Lufthansa am Flughafen Berlin-Schönefeld. (Archivbild) Bild: Hannibal Hanschke/Reuters

Der Schwerpunkt liegt zu weit hinten: Eine Maschine des Typs A320-neo der Lufthansa am Flughafen Berlin-Schönefeld. (Archivbild) Bild: Hannibal Hanschke/Reuters

Die Lufthansa lässt in Maschinen des Typs Airbus A320neo aus Sicherheitsgründen ab sofort die letzte Reihe frei. Die sechs Sitze würden bis auf Weiteres nicht mehr belegt, sagte ein Sprecher der Fluggesellschaft am Freitag und bestätigte entsprechende Medienberichte.

Dadurch, dass ganz hinten keine Passagiere mehr sitzen, wird der Schwerpunkt des Flugzeugs bei Vollbelegung leicht nach vorne verschoben. Die Airline reagiert nach Angaben des Sprechers damit auf einen Sicherheitshinweis der europäischen Flugaufsichtsbehörde Easa.

Gestützt auf Simulationen

Die Easa hatte Mitte August festgestellt, dass zum Beispiel bei einem sehr forschen Durchstarten nach einem abgebrochenen Landevorgang ein Sicherheitsrisiko bestehen könnte. Zwar sei ein solches Szenario noch nie in der Realität aufgetreten, aber bei Tests im Simulator erkennbar gewesen.

«Als Ad-hoc-Massnahme wird die Lufthansa die letzte Sitzreihe der A320neo künftig blocken», sagte der Lufthansa-Sprecher. «Wir hoffen, dass Airbus das bald in den Griff bekommt und wir die Sitze wieder anbieten können.» Die Hoffnung sei, das Problem über eine Softwarelösung zu beheben. Die A320neo hat insgesamt 180 Sitzplätze. Der Lufthansa-Konzern hat aktuell 20 dieser Flugzeuge im Einsatz.

oli/sda

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