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Kommentar zum Basler WeihnachtsmarktSich selber gibt der Kanton üppig

Während die Marktfahrer mit weniger Publikum rechnen, dafür aber höhere Gebühren bezahlen müssen, fliesst das Geld reichlich in die Tasche des Staats. Die Regierung sollte sich in den wirtschaftlich schweren Zeiten kulanter zeigen.

Da war die Welt noch in Ordnung: Ein preisgekrönter Stand am Basler Weihnachtsmarkt 2017.
Da war die Welt noch in Ordnung: Ein preisgekrönter Stand am Basler Weihnachtsmarkt 2017.
Foto: Florian Bärtschiger

Die Regierung konnte in den vergangenen Monaten nicht genug beteuern, dass die Zeiten schwierig seien. Erst am Donnerstag war Lukas Engelberger (CVP) in seiner Rolle als Präsident der Konferenz der Gesundheitsdirektoren in Bern und erklärte der Nation den Ernst der Corona-Lage in der Schweiz. Der Tenor ist klar: Covid-19 verlangt besondere Massnahmen, besonderes Verständnis, eine besondere Opferbereitschaft von der Bevölkerung. Was mussten und müssen wir nicht schon alles an Einschnitten in die Freiheitsrechte hinnehmen.

In der Wirtschaft, bei den kleinen und mittleren Unternehmen, zeigt sich erst allmählich, wie dort die rigorosen Virusbekämpfungsmassnahmen Schäden hinterlassen. Als die deutsche Kanzlerin Angela Merkel am Mittwochabend von «Unheil» sprach, meinte sie zwar in erster Linie die Folgen der Covid-19-Erkrankungen für Mensch und Gesundheitssystem. Aber sie weiss auch, welches Unheil sich weltweit auf wirtschaftlicher Ebene zusammenbraut, weil die Nationalbanken die Wirtschaft mit billigem Geld fluten – und einfach nur Geld zu drucken, um die Wirtschaft zu stützen, hat noch nie funktioniert, wie der Blick in die Geschichtsbücher zeigt.

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