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FC BaselSforza nimmt die Arbeit auf

Ciriaco Sforza leitet am Dienstag sein erstes Training beim FC Basel. Dabei legt er Wert auf die Gemeinschaft. Und dass der Club «wieder eine Einheit» bildet.

Ciriaco Sforza leitete am Dienstag seine erste Einheit als Trainer des FC Basel.
Ciriaco Sforza leitete am Dienstag seine erste Einheit als Trainer des FC Basel.
Foto: Georgios Kefalas (Keystone)
An Sforzas Seiten waren Nachwuchschef Percy van Lierop (links) sowie Assistenztrainer Daniel Hasler, mit dem Sforza schon in Wil gearbeitet hat.
An Sforzas Seiten waren Nachwuchschef Percy van Lierop (links) sowie Assistenztrainer Daniel Hasler, mit dem Sforza schon in Wil gearbeitet hat.
Foto: Claudio Thomas (Freshfocus)
Valentin Stocker (rechts) bleibt Captain der Mannschaft. «Wieso sollte er nicht mehr Captain sein», entgegnet Sforza auf die entsprechende Frage.
Valentin Stocker (rechts) bleibt Captain der Mannschaft. «Wieso sollte er nicht mehr Captain sein», entgegnet Sforza auf die entsprechende Frage.
Foto: Georgios Kefalas (Keystone)
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Nach 75 Minuten beendet Ciriaco Sforza seine erste Einheit als Trainer des FC Basel. «Kompliment für dieses erste Training, Kompliment für euer Auftreten, Kompliment für die Qualität», gibt er seinen Spielern mit auf den Weg. Es ist der erste Schritt in Richtung der neuen Saison, die für den FCB bereits in knapp zwei Wochen beginnt.

Viel kann Sforza an seinem ersten Tag mit der Mannschaft natürlich nicht verändern, wie auch? Es sind eher Details, die auffallen. Die Lautstärke zum Beispiel, mit der er alle Übungen kommentiert. Die Nähe, die er zu den Spielern sucht. Oder die Tatsache, dass die Mannschaft den Weg zum und vom Platz gemeinsam bestreiten soll.

Es ist offensichtlich, wo Sforza zu Beginn seiner Arbeit ansetzen will. Man müsse «wieder eine Einheit» sein, so sagt er es nach dem Training. Denn natürlich hat auch der 50-Jährige mitbekommen, dass dies beim FCB in den letzten Wochen nicht immer der Fall war. Weniger innerhalb des Teams, aber dafür innerhalb des gesamten Vereins.

Ansonsten kann Sforza einem Gerüst an Routiniers vertrauen und will um sie herum einige junge Spieler aufbauen. Klar ist für den Trainer bereits jetzt, dass Valentin Stocker auch weiterhin der Captain der Mannschaft ist. «Wieso sollte er nicht mehr Captain sein», antwortet der Trainer auf eine entsprechende Frage.

Und sonst wird er sich ein Bild machen, welche Spieler aus dem Nachwuchs eine Option sein könnten. Vielleicht ja Julian Von Moos, den er in Wil trainiert hat. Oder andere Namen. Dafür tauscht sich der neue Trainer des FCB bereits an seinem ersten Trainingstag häufiger mit Nachwuchschef Percy van Lierop aus.

Bis zum Spiel in der Qualifikation zur Europa League gegen den NK Osijek hat Sforza nicht viel Zeit. Ein Testspiel werde es geben, vielleicht ein zweites, aber das müsse man noch abwarten. Aber sonst freue er sich nun auf die Arbeit mit dem Team. «Ich habe eine Mannschaft angetroffen, die will. Wir haben ein lebendiges Training erlebt».

Ganz am Ende wird Sforza dann noch gefragt, ob er eigentlich wisse, in was für einem Haifischbecken er sich beim FC Basel befinde. Das ist ja die Sorge, die viele haben, dass Sforza von den steten Unruhen abgelenkt und eingeschränkt werden könnte. Aber der neue Basler Trainer sagt nur: «Ich kann schwimmen und strampeln».