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RückrufSeltsame Ehre für Hermann Hesse

Ein kleines Plätzchen an der Rheingasse soll nach dem 1962 verstorbenen Literatur-Nobelpreisträger benannt werden.

«Hermann Hesse hätte Besseres verdient»: Lücke in der Häuserzeile an der Rheingasse unweit des Reverenzgässleins, die nach dem deutsch-schweizerischen Schriftsteller benannt werden soll.
«Hermann Hesse hätte Besseres verdient»: Lücke in der Häuserzeile an der Rheingasse unweit des Reverenzgässleins, die nach dem deutsch-schweizerischen Schriftsteller benannt werden soll.
Foto: Martin Furrer


Die Stadt Basel unternimmt den Versuch, Hermann Hesse zu ehren. «An der Rheingasse», teilte das Justiz- und Sicherheitsdepartement vergangene Woche mit, werde demnächst «ein Platz» nach dem weltberühmten Schriftsteller benannt.

In der Mitteilung wurde daran erinnert, dass der Träger des Literatur-Nobelpreises «einen bedeutenden Teil seines Lebens in Basel verbracht» und «im Hotel Krafft, in der Nähe des Platzes», den Roman «Der Steppenwolf» geschrieben habe.

Na also, dachte ich: Höchste Zeit für eine noble Geste. Doch dann kam ich ins Grübeln. Dieser «Platz» an der Rheingasse – wo mochte er sich befinden? Ich kann nicht behaupten, ich würde die Rheingasse nicht kennen; zumindest die Linde und die Fischerstube sind mir sehr bekannt. Hatte ich dort im Laufe meines Lebens vielleicht derart viel Bier konsumiert, dass meine Stadtkenntnisse total verwässert worden waren? Beim besten Willen – ein Platz an der Rheingasse war mir nicht bekannt.

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