Zum Hauptinhalt springen

Krawalle in BarcelonaSeit einer Woche fordern Demonstranten Freilassung von Rapper

Am siebten Abend in Folge kam es in Barcelona zu Ausschreitungen. Ein zunächst friedlicher Marsch artete in Krawallen aus.

Unruhige Nächte in Barcelona: Demonstranten fliehen vor einem nahenden Polizeiwagen. (22. Februar 2021)
Unruhige Nächte in Barcelona: Demonstranten fliehen vor einem nahenden Polizeiwagen. (22. Februar 2021)
AFP/Lluis Gene
Wurde verhaftet, weil er eine Haftstrafe wegen Beleidigung der spanischen Königsfamilie nicht angetreten hat: Der spanische Rapper Pablo Hasél. (Archivbild)
Wurde verhaftet, weil er eine Haftstrafe wegen Beleidigung der spanischen Königsfamilie nicht angetreten hat: Der spanische Rapper Pablo Hasél. (Archivbild)
AFP/J. Martin
1 / 2

In Barcelona haben Demonstranten am siebten Abend in Folge die Haftentlassung des Rappers Pablo Hasél gefordert. Dabei kam es am Montag in der katalanischen Metropole erneut zu Ausschreitungen. Nach einem zunächst friedlichen Marsch warfen Demonstranten am Sitz der nationalen Polizei mit Flaschen und anderen Gegenständen auf Fahrzeuge, die das Gebäude beschützten, wie Fernsehbilder zeigten. Danach steckten Randalierer Müllcontainer in Brand.

Die Teilnahme an der Demonstration war jedoch geringer als an den Vorabenden. Auch waren die Ausschreitungen weniger heftig. Seit Dienstag vergangener Woche wurden in der Region Katalonien nach Angaben der Polizei insgesamt 109 Demonstranten festgenommen.

Hasél war am Dienstag verhaftet worden, weil er eine neunmonatige Haftstrafe wegen Beleidigung der spanischen Königsfamilie und staatlicher Institutionen nicht angetreten hatte. Am Donnerstag wurde der 32-Jährige zu einer weiteren Haftstrafe von zweieinhalb Jahren verurteilt, weil er in einem Verfahren gegen zwei Polizisten einen Zeugen bedroht haben soll.

Seit Dienstag vergangener Woche gab es in Spanien jeden Abend Proteste gegen die Inhaftierung des Rappers. Sie begannen in dessen Heimat Katalonien, weiteten sich aber auch auf die Hauptstadt Madrid aus.

AFP/chk