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Wir alle hängen an der NadelSehnsucht nach den Süchtigen

Warum faszinieren uns die Abstürze der anderen? Und warum können diese nicht aufhören, davon zu erzählen?

Natja Brunckhorst als Christiane F .in der ersten Verfilmung von «Wir Kinder vom Bahnhof Zoo».
Natja Brunckhorst als Christiane F .in der ersten Verfilmung von «Wir Kinder vom Bahnhof Zoo».
Foto: Imago / United Archives

Als Christiane F. eine ihrer Entziehungskuren absolviert, sieht sie in ihrem Krankenzimmer ein Poster hängen, das vor Heroin warnt. Und sieht nur das weisse Pulver darauf, ein «halbes Halbes», wie sie die Dosis nennt. Christiane wird von zerrenden Entzugserscheinungen gequält.

«Wir Kinder vom Bahnhof Zoo», das Bekenntnis einer jungen Heroinsüchtigen von 1978, von zwei «Stern»-Journalisten ins Sensationelle gedreht, gab auch in Zürich zu reden. Und das war noch vor Platzspitz und Letten. Aber passiert das, was Christiane F. beschreibt, nicht oft mit diesen Drogenwarnungen: dass sie wirken wie ein Todestrieb?

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