Zum Hauptinhalt springen

Stärke von 7,5Schweres Erdbeben erschüttert Süden von Mexiko – sechs Tote

Im Bundesstaat Oaxaca kam es am Dienstag zu einem starken Erdbeben. Mindestens sechs Menschen kamen dabei ums Leben.

Ein Erdbeben der Stärke 7,5 erschütterte den Süden Mexikos.
Video: Tamedia

Der Süden von Mexiko ist von einem schweren Erdbeben erschüttert worden. Das Zentrum des Bebens der Stärke 7,5 lag 23 Kilometer südlich der Ortschaft Crucecita im Bundesstaat Oaxaca in einer Tiefe von fünf Kilometern, wie der seismologische Dienst am Dienstag mitteilte. Der Ort gehört zur Gemeinde Huatulco und ist ein beliebtes Urlaubsziel.

Mindestens sechs Menschen kamen ums Leben, wie der Leiter des Zivilschutzes, David León, im Fernsehsender Foro TV sagte. Fünf weitere Menschen seien verletzt worden. Der Gouverneur des südlichen Bundesstaates, Alejandro Murat, berichtete im Sender Radio Formula, 15 Menschen steckten unter einem eingestürzten Gebäude fest. Er sagte auch, dass in zwei Krankenhäusern, in denen Covid-19-Patienten behandelt wurden, bedeutende Risse entstanden seien.

Ausfall des Stromes

Aus der Region wurden leichte Schäden an Gebäuden gemeldet. Auf Fotos war zu sehen, dass in der Provinzhauptstadt Oaxaca de Juárez Steine von Dächern und Häuserfassaden abgebrochen und Mauern eingestürzt waren. Zudem fiel der Strom aus. In einer Raffinerie in Salina Cruz brach nach dem Beben ein Feuer aus. Der Brand sei schnell gelöscht worden, teilte der Ölkonzern Pemex mit.

Auch in Mexiko-Stadt – rund 750 Kilometer vom Zentrum des Bebens entfernt – war der Erdstoss zu spüren. Zahlreiche Menschen verliessen ihre Häuser und brachten sich in Sicherheit. Rund 30 Gebäude wurden leicht beschädigt, sagte Bürgermeisterin Claudia Sheinbaum. Es wurden Risse in Fassaden und zerbrochene Fensterscheiben gemeldet. Ein Krankenhaus wurde evakuiert. Vielerorts fiel auch in der Hauptstadt der Strom aus.

Mindestens 650 Nachbeben wurden gemessen

Auch in den Bundesstaaten Guerrero, Veracruz, Puebla und Chiapas war das Beben zu spüren. Präsident Andrés Manuel López Obrador rief die Bevölkerung dazu auf, Ruhe zu bewahren und sich auf mögliche Nachbeben einzustellen. Der seismologische Dienst meldete mehr als 650 Nachbeben mit einer Stärke von bis zu 4,9. Die US-Behörden warnten vor einem möglichen Tsunami an der mexikanischen Küste, hoben die Warnung aber später auf.

In Mexiko ereignen sich immer wieder heftige Beben. Die gesamte Westküste des amerikanischen Doppelkontinents liegt am sogenannten Pazifischen Feuerring, der für seine seismische Aktivität bekannt ist.

Beim bislang letzten starken Beben in Mexiko im September 2017 kamen 369 Menschen ums Leben. Das Unglück ereignete sich genau 32 Jahre nach dem stärksten Beben der jüngeren Geschichte, als 1985 in Mexiko-Stadt mindestens 10 000 Menschen starben.

(SDA /aru)