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Zurück in das afrikanische Nordkorea

FDP-Präsident Philipp Müller will Rückführungen eritreischer Flüchtlinge prüfen. Kenner des Landes warnen – und sagen, was die Schweiz stattdessen machen müsste.

Bereits lebt ein bedeutender Teil der Bürger ausserhalb des Landes: Zwei eritreische Flüchtlinge teilen sich eine Decke.
Bereits lebt ein bedeutender Teil der Bürger ausserhalb des Landes: Zwei eritreische Flüchtlinge teilen sich eine Decke.
Keystone
Massenhafter Exodus: Eritreische Flüchtlinge mit ihrem spärlichen Hab und Gut.
Massenhafter Exodus: Eritreische Flüchtlinge mit ihrem spärlichen Hab und Gut.
Keystone
Fordert, dass die Situation in Eritrea neu eingeschätzt wird: FDP-Präsident Philipp Müller an der Delegiertenversammlung. (18. Oktober 2014)
Fordert, dass die Situation in Eritrea neu eingeschätzt wird: FDP-Präsident Philipp Müller an der Delegiertenversammlung. (18. Oktober 2014)
Keystone
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Repression, Folter, Armut: In Massen fliehen die Eritreer aus ihrer Heimat, um den schlechten Lebensbedingungen zu entkommen. Experten schätzen, dass bereits ein Drittel der Bürger des ostafrikanischen Landes im Exil lebt. In Europa variiert die Zahl der Eritreer in den einzelnen Ländern stark. Gemäss einem Bericht des Uno-Flüchtlingshilfswerks (UNHCR) wurden im ersten Halbjahr 2014 drei Viertel aller eritreischen Asylgesuche in Schweden, Deutschland, den Niederlanden sowie in der Schweiz gestellt. Und der Trend setzt sich fort: Hierzulande gingen im dritten Quartal rund doppelt so viele Anträge von Eritreern ein wie noch von April bis Juni. Bisher waren es dieses Jahr insgesamt 5721 Gesuche – rund 30-mal mehr als noch vor zehn Jahren. Entsprechend stark ist die hiesige Diaspora angewachsen. Heute leben rund 15'500 Eritreer als Flüchtlinge oder vorläufig Aufgenommene in der Schweiz. Zudem befinden sich rund 9500 im Asylprozess.

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