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Woher stammt der Schweizer Drang zur Selbstbestimmung?

1918 besetzten scharf bewaffnete Regimenter Schweizer Städte. Es war der Startschuss eines Kampfes um nationale Identität, den die BGB für sich entscheiden sollte.

Parallel dazu zerfiel das Deutsche Reich: Soldaten bewachen während des Landesstreiks das Bundeshaus. Foto: Keystone

Parallel dazu zerfiel das Deutsche Reich: Soldaten bewachen während des Landesstreiks das Bundeshaus. Foto: Keystone

Michael Hermann@mhermann_

In der Schweiz drehen sich die grossen politischen Debatten am Schluss fast immer um dasselbe: Wer sind wir? Wie positionieren wir uns als kleines Land gegenüber den Ansprüchen einer eng auf uns einwirkenden Welt? Was heisst Selbstbestimmung? Der heftigste Konflikt der modernen Schweiz entzündete sich jedoch an der sozialen Frage. Im Landesstreik, der vor genau 100 Jahren seinen Höhepunkt erreichte, stellte sich die im Ersten Weltkrieg verarmte Arbeiterschaft gegen das Bürgertum. Gestritten wurde um die Reduktion der Arbeitszeit, die Einführung einer AHV und das Frauenstimmrecht. Oft geht dabei vergessen, dass der Landesstreik in gewissem Sinn auch die Geburtsstunde des modernen schweizerischen Nationalkonservatismus war.

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