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Wo steckt Ueli Maurer?

Es scheint fast so, als wäre der VBS-Chef Ueli Maurer abgetaucht. Und das schon seit Wochen. Auch heute, am 1. August, hält er keine einzig Rede. Sehr ungewöhnlich für einen SVP-Politiker.

Seine Abwesenheit wirft Fragen auf: Ueli Maurer unterwegs auf einem E-Bike auf der Bundesrats-Reise am 2. Juli.
Seine Abwesenheit wirft Fragen auf: Ueli Maurer unterwegs auf einem E-Bike auf der Bundesrats-Reise am 2. Juli.
Keystone

Letztes Jahr hatte Ueli Maurer am Nationalfeiertag noch sieben (!) Reden gehalten. Rekordverdächtig. Doch dieses Jahr sucht man den Verteidigungsminister vergeblich auf einem Podest. Maurer scheint von der Bildfläche verschwunden, und das schon seit Wochen. VBS-Sprecher Martin Bühler sagt nur: «Ueli Maurer absolviert bis Mitte August keine öffentlichen Auftritte mehr.»

Gemäss «Blick» wissen nicht einmal engste Weggefährten wie Max Binder oder Hans Fehr was die Gründe für Maurers Abwesenheit sind. Sie wissen nur: Maurer ist nach Norwegen verreist, wo sein Sohn Ueli jr. lebt.

Parteifreunde rätseln. So meinte Christoph Blocher auf Tele Blocher: «Er hat sich vielleicht wieder mal entspannen müssen.»

Die vielen Probleme von Maurer

Ueli Maurer ist in jüngster Zeit arg in die Kritik geraten. Politiker aller Parteien wollen wissen, ob die vom VBS engagierten Berater ihr Geld auch wert sind. Der «Tages-Anzeiger» hat letzte Woche publik gemacht, dass Jens Alder als Leiter des Steuerungsausschusses der Taskforce Informatik 200'000 Franken Entschädigung erhält. William Angst, der die Taskforce leitet, erhält 500'000 Franken, und die Beraterfirma Boston Consulting Group (BCG) gar 1,28 Millionen für gut zwei Monate Arbeit. Alle drei Aufträge wurden ohne öffentliche Ausschreibung vergeben.

Selbst aus der Partei von Verteidigungsminister Ueli Maurer wird Kritik laut. SVP-Präsident Toni Brunner sagt zu den Beraterhonoraren: «Die Beträge sind erstaunlich. Man muss jetzt transparent machen, wofür genau das bezahlt wird.» Wenn man die Honorare nicht begründen könne, müssten sie korrigiert werden. «Wenn ich die Höhe von Beraterhonoraren sehe, kann ich zum Teil nur den Kopf schütteln», sagt Brunner.

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