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Wo Schweizer den Sparhebel ansetzen würden

Die Mehrheit der Stimmbürger möchte im Asylwesen sparen. Das zeigt das diesjährige Finanzmonitoring. Doch auch viele andere Ausgaben des Bundes sind den Schweizern zu hoch.

Konkret wollen 53 Prozent der Befragten, dass im Asylwesen weniger Geld ausgegeben wird. Das zeigt das diesjährige Finanzmonitoring des Wirtschaftsdachverbandes Economiesuisse. Sparen wollen die Schweizer auch bei der Armee, der Entwicklungshilfe, in der öffentlichen Verwaltung und im diplomatischen Dienst. Höhere Ausgaben befürworten die Interviewten einzig im Bereich Bildung, wie die Umfrage zeigt.

Diese wurde im Auftrag von Economiesuisse von gfs.bern durchgeführt. Schweizweit wurden 1000 Personen befragt. Die Interviews fanden vom 26. April bis zum 25. Mai 2011 statt.

Weiter zeigt das Finanzmonitoring, dass die Befragten keine Steuererhöhungen wollen. 86 Prozent sprechen sich gegen neue Staatsausgaben aus, sofern für diese die Steuern erhöht werden müssten. Fast alle Befragten (90 Prozent) sind zudem dafür, dass die vor acht Jahren eingeführte Schuldenbremse beibehalten wird.

Überschuss für Schuldenabbau nutzen

Erzielt der Staat ein Plus, wollen etwas weniger als zwei Drittel der Stimmbürger (59 Prozent) damit die Schulden weiter abbauen. Knapp ein Drittel (29 Prozent) möchte damit die Steuern senken.

Insgesamt gehe aus der Befragung hervor, dass die Schweizer eine zurückhaltende Finanz- und Steuerpolitik befürworteten, schreibt Economiesuisse. Der Staat solle seine Aufgaben mit den bestehenden Einnahmen möglichst optimal erfüllen.

Das Finanzmonitoring wird jährlich erstellt. Es zeigt Aussagen auf über die Ansichten der Stimmberechtigten zu Fragen in der Finanz- und Steuerpolitik. Aus Sicht von Economiesuisse soll die Befragung als Richtschnur für die Politik dienen. Sie wurde zum vierten Mal publiziert.

SDA/bru

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