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«Wir werden vom Volk getragen»

Das Ja-Komitee der Abzockerinitiative lancierte heute mit viel Getöse den Abstimmungskampf. Kämpferisch gab sich dabei Initiant Thomas Minder.

Hat das Lavieren satt: Der Vater der Abzockerinitiative, Thomas Minder. (Archivbild)
Hat das Lavieren satt: Der Vater der Abzockerinitiative, Thomas Minder. (Archivbild)
Keystone

Thomas Minder initiierte heute den Abstimmungskampf zur Abzockerinitiative. Nach über fünf Jahren «lavieren» im Parlament könne das Volk «endlich» über die Volksinitiative «gegen die Abzockerei» abstimmen, teilte das Initiativkomitee am Donnerstag anlässlich der Eröffnung seines Abstimmungskampfes mit.

Gewohnt kämpferisch gab sich Initiant Thomas Minder. «Wir werden vom Volk getragen», sagte der parteilose Ständerat laut Redetext. Minder verweist dabei auf eine Umfrage vom September, wonach drei Viertel der Schweizer Bevölkerung einen Salärdeckel für Spitzenmanager forderten.

Als «Scheinargument» bezeichnet Mitinitiant Claudio Kuster die Aussage der Gegner, dass der indirekte Gegenvorschlag «sofort» in Kraft treten würde. Erst nach einer zweijährigen Übergangsfrist würde dieser die Generalversammlungen von börsenkotierten Firmen tangieren. Dagegen muss laut Kuster die Initiative innerhalb eines Jahres umgesetzt werden.

Unterstützung vom Verein Volk gegen Abzockerei

Unterstützung erhält das Ja-Komitee vom Verein Volk gegen Abzockerei», welcher die interaktive Internetplattform lanciert hat. Der Vorstand setzt sich zusammen aus dem ehemaligen Tessiner Staatsanwalt Paolo Bernasconi, dem SVP-Politiker und Mobilezone-Gründer Hans-Ulrich Lehmann und dem Banker Hansrudolf Schmid.

Mit der Internetplattform würde das Volk ermächtigt, Abstimmungskämpfe «direkt selber zu gestalten», erklärte Schmid. «Die Abhängigkeit von Strukturen, Verbänden und Parteien ist jetzt Geschichte.»

Spender haben aber nicht nur die Möglichkeit, eigene Ideen für Plakate und Inserate einzureichen, sondern bestimmen auch, wofür das Geld ausgegeben werden soll. Gespendet werden kann per SMS oder über andere elektronische Kanäle. Auf einer virtuellen Schweizer Landkarte soll zudem jederzeit die Herkunft und Höhe der Spenden einsehbar sein.

Die Volksinitiative «gegen die Abzockerei» kommt am 3. März zur Abstimmung – sechseinhalb Jahre nach ihrer Einreichung. Aktionäre börsenkotierter Unternehmen sollen jährlich über die Gesamtsumme der Vergütungen des Verwaltungsrats, des Beirats und der Geschäftsleitung abstimmen können. Über den indirekten Gegenvorschlag des Parlaments wird nicht abgestimmt.

SDA/ses

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