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«Wir waren schon mal an diesem Punkt»

Am Rande der WM in Südafrika äusserte sich Bundespräsidentin Doris Leuthard zur Freilassung von Max Göldi. Sie warnt vor zu viel Optimismus.

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Bundespräsidentin Doris Leuthard stellte sich in Südafrika den Fragen der Journalisten. Angesichts der Nachricht von der Freilassung Max Göldis in Libyen ging es dabei auch um die Libyen-Krise.

Leuthard zeigte sich bezüglich der Rückkehr Göldis vorsichtig. «Wir waren schon einmal an diesem Punkt», sagte sie. «Für mich ist es erst erledigt, wenn er in der Schweiz ist.» Trotzdem sei es natürlich «ein gutes Zeichen», dass der Schweizer das Gefängnis fristgerecht verlassen habe.

Zu den Umständen von Göldis Freilassung könne man sich noch nicht äussern, so Leuthard. Sie spielten aber auch keine Rolle: Göldis vier Monate Haft seien schliesslich vorüber und die Handlung «nichts als korrekt».

Dank an die EU

Aussenministerin Micheline Calmy-Rey hatte sich erleichtert über die jüngste Entwicklung in der Affäre Ghadhafi gezeigt. Sie hoffe nun auf eine rasche Heimkehr Göldis, sagte Calmy-Rey vor Schweizer Medien in New York. Sie sei relativ zuversichtlich, dass sich die Lage in den nächsten Tagen weiter positiv entwickeln werde.

Auch die spanische EU-Ratspräsidentschaft hat die neuste Entwicklung rund um die Freilassung Göldis begrüsst. Im Moment seien Anstrengungen im Gang, einen Pass und das Ausreise-Visa für Göldi zu besorgen. Die Regierung in Bern hat Spanien und Deutschland für ihre Hilfe gedankt. «Wir danken unseren europäischen Partnern Spanien und Deutschland für ihr Engagement», sagte der Sprecher des Schweizer Aussenministeriums, Lars Knuchel.

Schwere Krise

Göldi war gemeinsam mit seinem Landsmann Rachid Hamdani im Juli 2008 in dem nordafrikanischen Land festgenommen worden, nachdem ein Sohn von Libyens Machthaber Muammar al-Ghadhafi und seine Frau in Genf vorübergehend festgenommen worden waren. Die beiden Schweizer waren im November 2009 zu Geld- und Gefängnisstrafen verurteilt worden.

Anfang Februar hatte ein Berufungsgericht Hamdani freigesprochen, der daraufhin in die Schweiz zurückkehren konnte. Göldis Haftstrafe wurde von 16 auf vier Monate verringert, die er absass. Der Fall hatte zu einer schweren diplomatischen Krise zwischen Libyen und der Schweiz geführt.

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