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«Wir sind nicht in der Lage, Befragungen durchzuführen»

Die Schweizer Botschaft im Sudan widersetzte sich Entscheiden des Bundesverwaltungsgerichts: Sie führte keine Befragungen von Asylsuchenden durch. Bereits ist die Rede von einem «Asylskandal».

«Voraussetzungen zur Durchführung von Befragungen ... nicht gegeben»: Brief der Schweizer Botschaft im Sudan nach Bern.
«Voraussetzungen zur Durchführung von Befragungen ... nicht gegeben»: Brief der Schweizer Botschaft im Sudan nach Bern.

In den Jahren 2006 bis 2008 sind auf den Schweizer Botschaften in Syrien und Ägypten 7000 bis 10'000 Asylgesuche von irakischen Staatsangehörigen eingegangen. Diese Gesuche wurden während mehrerer Jahre nicht behandelt. Das Sündenregister des Bundesamts für Migration (BFM) in der EJPD-Ära Widmer-Schlumpf wird jetzt um eine Episode reicher. Wie ein Brief des Schweizer Botschafters im Sudan zeigt, führt diese Auslandniederlassung seit dem 23. März 2010 auch keine Befragungen von Asylsuchenden mehr durch, obwohl dies das Bundesverwaltungsgericht im Juli 2009 explizit gefordert hat.

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