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«Wir nehmen diese Nanos nicht»

Mindestens dreimal haben Kinder bereits die von der Migros verteilten Sammelfiguren verschluckt. Eltern zeigen sich gegenüber Redaktion Tamedia besorgt, das Unternehmen ist es nicht.

Sammelfieber: Der kleine Levin freute sich über die Nanos. (Video: Lucienne-Camille Vaudan, Jan Derrer)

Heute ist ein besonderer Tag für Kinder, die Nanos sammeln. Die Migros gibt allen Kunden, die für mindestens 60 Franken einkaufen, einen «Luxibus». Das Besondere an dieser Sammelfigur: Sie leuchtet im Dunkeln. Der kleine Levin freute sich laut seiner Mutter schon beim Aufstehen auf den Einkauf in der Migros. Die von Redaktion Tamedia vor der Migros in Zürich-Wiedikon befragten Eltern und Grosseltern hingegen nervten sich mehrheitlich über die Figuren und äusserten Bedenken wegen der Verschluckungsgefahr. Eine Frau meinte zudem, der Abfall, der anfalle, sei zu viel.

Insgesamt drei Kinder haben in den vergangenen Wochen von der Migros verteilte Nano-Figuren verschluckt, wie das Unternehmen gegenüber Redaktion Tamedia bestätigt. In zwei Fällen schieden die Kinder die Figuren wieder aus. Ein Kind musste im Spital Oberwallis behandelt werden, wie die Sendung «Kassensturz» des Schweizer Fernsehens berichtet hatte.

«In den USA und in Holland ein Riesenerfolg»

Eine Meldung, wonach am Kinderspital Zürich ein Kind an einer verschluckten Nano-Figur verstorben sei, hat sich als unwahr erwiesen. Besorgte Eltern hatten sich zuvor bei Redaktion Tamedia gemeldet. Auch unter Angestellten des Spitals kursierte offenbar das Gerücht.

Die Migros zieht bislang nicht in Erwägung, die Aktion zu stoppen. «Die Nanos waren bereits in den USA und in Holland ein Riesenerfolg, und es ist unseres Wissens nie einem Kind ernsthaft etwas passiert», sagt Sprecher Urs-Peter Naef. «Wir haben über dieses Spielzeug auch mit Ärzten gesprochen. Diese sahen in den Nanos keine übermässige Gesundheitsgefährdung.» Überdies sei ein Haushalt voller Kleinteile, die Kinder verschlucken könnten, Nanos seien nur einige davon. «Da haben die Eltern auch eine Aufsichtspflicht. Man kann jetzt diese Verantwortung nicht auf die Migros abschieben.»

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