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«Wir können nicht so tun, als ob der Rest der Welt nicht existiert»

Joseph Deiss, der Präsident der UNO-Generalversammlung, wurde von seinem Heimatkanton feierlich empfangen. In einer Rede wies er auf Spannungsfeld zwischen der UNO und der G-20 hin.

Zurück zu den Wurzeln: Joseph Deiss betritt das Kantonsparlament in Freiburg.
Zurück zu den Wurzeln: Joseph Deiss betritt das Kantonsparlament in Freiburg.
Keystone
Warmer Empfang: Das Freiburger Parlament begrüsst Joseph Deiss.
Warmer Empfang: Das Freiburger Parlament begrüsst Joseph Deiss.
Keystone
Viel erlebt: Joseph Deiss erzählt über seine Arbeit als Präsident der UNO-Generalversammlung.
Viel erlebt: Joseph Deiss erzählt über seine Arbeit als Präsident der UNO-Generalversammlung.
Keystone
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Der amtierende Präsident der UNO- Generalversammlung Joseph Deiss ist am Dienstag offiziell vom Freiburger Grossen Rat empfangen worden. Das Parlament ehrte sein ehemaliges Mitglied mit einer stehenden Ovationen. Der frühere Bundesrat war sichtlich gerührt.

Es erfülle das Kantonsparlament mit Stolz, eines seiner früheren Mitglieder auf einem so bedeutenden Posten zu sehen, sagte Grossratspräsidentin Solange Berset. Deiss hatte seine politische Karriere 1981 als CVP-Vertreter im freiburgischen Grossen Rat begonnen. 1991 präsidierte er das Kantonsparlament.

Den Rest der Welt nicht vergessen

Deiss erklärte, die Teilnahme an internationaler Zusammenarbeit entwerte keineswegs die Bedeutung lokaler Institutionen. Die UNO sei dazu da, die Integrität und die Prosperität seiner Mitglieder und damit auch deren regionale und lokale Strukturen zu verteidigen.

In einer Welt gegenseitiger Abhängigkeiten und Verbundenheiten könne man nicht so tun, als ob der Rest der Welt nicht existierte, sagte Deiss weiter. Es sei eine Pflicht, zur internationalen Solidarität beizutragen. Die Schweiz könne ihre Demokratie- Erfahrungen und ihre Kultur des Dialogs und des Konsens' einbringen. Die Institutionen der Schweiz könnten als Beispiele dienen.

Brücken zwischen den Akteuren schlagen

Die UNO laufe allerdings mehr und mehr Gefahr, mit dem Auftauchen anderer grosser Akteure wie die G20 marginalisiert zu werden. Er wolle die Bedeutung von solchen Zusammenschlüssen keineswegs in Abrede stellen. Es sei aber unabdingbar und dringend, zwischen den verschiedenen Akteuren Brücken zu schlagen. Deiss war Mitte Dezember 2009 zum Präsidenten der 65. UNO-Vollversammlung gewählt worden.

SDA/pbe

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