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Windkraftgegner greifen Energiebehörde an

Der Glaube an die Windkraft in der Schweiz wird immer wieder erschüttert. Jüngstes Beispiel ist der neue Windatlas 2019 des Bundesamts für Energie (BFE). Die neue Potenzialkarte für Windenergie weist gemäss BFE in den meisten Regionen im Vergleich zur Ausgabe 2016 leicht tiefere Windgeschwindigkeiten auf. Der schweizerische Verband für eine vernünftige Energiepolitik und Raumplanung, Freie Landschaft Schweiz, nimmt die neuen Daten zum Anlass, dem Bundesamt für Energie ein falsches Spiel vorzuwerfen. Die Behörden hätten 2017 im Vorfeld der Abstimmung über die Energiestrategie 2050 die Daten beschönigt und ein massiv zu hohes Windvorkommen prognostiziert, schreibt der Verband. Sie gehen noch weiter und monieren eine viel zu enge Zusammenarbeit mit der «Windlobby» Suisse Eole.

Das BFE wehrt sich gegen diesen Vorwurf. «Wir können nur Daten abbilden, die wir auch zur Verfügung haben, 2016 war die Datengrundlage kleiner als heute», sagt Marianne Zünd vom BFE. Für den Windatlas wurden Daten von 396 lokalen und langfristigen Windmessungen verwendet. Das sind gemäss BFE viermal mehr Informationen als bei der letzten Studie. Die räumliche Verteilung der Windressourcen seien unverändert.

Unveränderte Zielsetzung

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