Wieder zwei Ausschaffungen in Krisengebiete

Während knapp zwei Jahren ist kein abgewiesener Asylbewerber nach Afghanistan abgeschoben worden. Bis im März diesen Jahres.

Zwei Personen wurden nach Afghanistan respektive Somalia zurückgeführt: Das Flughafengefängnis in Zürich. (Archivbild)

Zwei Personen wurden nach Afghanistan respektive Somalia zurückgeführt: Das Flughafengefängnis in Zürich. (Archivbild)

(Bild: Keystone Christian Beutler)

Im September 2017 scheiterte ein Versuch, einen abgewiesenen Asylbewerber gegen seinen Willen nach Afghanistan abzuschieben. Seither wurde niemand mehr ins Krisengebiet zurückgebracht. Vor wenigen Wochen aber wurde ein erneuter Versuch gestartet - und offenbar mit Erfolg, schreibt der «SonntagsBlick» und bezieht sich dabei auf ein internes Paper des Staatssekretariats für Migration (SEM). Darin heisst es: «Nach fast zweijähriger Blockade konnte im März 2019 erstmals wieder eine polizeilich begleitete Rückführung durchgeführt werden.» Dies, obwohl Ausschaffungen nach Afghanistan sehr umstritten sind und beispielsweise auch in Deutschland heftige Debatten auslösten.

Auch nach Somalia wurde gemäss der Zeitung ein Asylbewerber abgeschoben - dies sei die erste seit mehreren Jahren gewesen. Um was für Personen es sich bei den beiden Abgeschobenen sei nicht bekannt.

In dem Paper soll sich das SEM auch für seine Effizienz rühmen. «Die Schweiz zählt auf europäischer Ebene zu den effizientesten Ländern beim Wegweisungsvollzug.» Würden in der Schweiz 56 Prozent der abgewiesenen Asylbewerber in ihr Herkunftsland zurückgeschafft, seien es in der EU durchschnittlich 36 Prozent.

roy

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