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Wie Frauen Unfälle bauen

Das Unfallverhalten von Frauen und Männer unterscheidet sich: Während Männer sich oft betrunken ans Steuer setzen, verunfallen Frauen offenbar aus mangelnder Übung.

Ob am Steuer eines Autos eine Frau oder ein Mann sitzt, wirkt sich unterschiedlich auf das Unfallgeschehen aus. Dies hat die Beratungsstelle für Unfallverhütung (BfU) herausgefunden. Männer brechen öfter Regeln als Frauen. Frauen haben eher Unfälle wegen mangelnder Fahrpraxis.

Autolenkerinnen fahren im Durchschnitt weniger Auto als Lenker. 2005 waren es bei Frauen 36 Kilometer pro Tag und bei Männern 54 Kilometer. Auch legten die Frauen weniger Kilometer auf den Autobahnen zurück, wo die Unfallgefahr am niedrigsten ist.

Seit 1971 geht in der Schweiz die Zahl der schwer oder tödlich Verletzten im Strassenverkehr stetig zurück. Im Jahr 1971 starben 1773 Personen bei Verkehrsunfällen, 2009 waren es mit 349 fünf Mal weniger, wie es in einer BfU-Mitteilung vom Freitag heisst.

Männer trinken zu viel und fahren zu schnell

Alkohol und Geschwindigkeit verursachen die schwersten Unfälle. In beiden Kategorien fallen vor allem die Männer negativ auf: In den Jahren 2005 bis 2009 waren 18 Prozent der fehlbaren verunfallten Männer zu schnell gefahren gegenüber 11 Prozent der Frauen.

Beim Alkohol waren es 11 Prozent der Männer gegenüber 4 Prozent der Frauen. Dafür wurde bei den Frauen etwas häufiger eine Missachtung des Vortritts beanstandet. Die mangelhafte Bedienung des Fahrzeugs betrifft übrigens Mann und Frau gleichermassen: und zwar jeweils 4 Prozent der fehlbaren Verunfallten.

Bei den Unfällen, in denen ein Lenker und eine Lenkerin direkt miteinander kollidierten, war aber wiederum in über der Hälfte der Fälle (54 Prozent) der Mann allein verantwortlich und in 40 Prozent die Frau. In den restlichen 6 Prozent der Fälle teilten sich Mann und Frau die Schuld.

Bestätigt wird das Bild von den weniger disziplinierten Männern, wenn man die Verurteilungen nach Strassenverkehrsgesetz betrachtet: Hier liegt der Anteil der Männer im Fünfjahresdurchschnitt bei 87 Prozent, lediglich 13 Prozent sind Frauen.

SDA/oku

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