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Werner Marti wird Tunnelbauer

Der Glarner SP-Nationalrat Werner Marti tritt auf Ende Jahr aus dem eidgenössischen Parlament zurück. Er wird neuer Verwaltungsratspräsident der Alptransit Gotthard.

Werner Marti sagt dem Bundeshaus adieu: Der Glarner hat eine neue Herausforderung.
Werner Marti sagt dem Bundeshaus adieu: Der Glarner hat eine neue Herausforderung.
Keystone

Der 51-jährige Marti wird im Dezember seine letzte Session bestreiten und dann seinen Nationalratssitz nach 17 Jahren niederlegen, wie er einen Bericht der Zeitung «Südostschweiz» bestätigte. Er war seit 1991 einziger Glarner Vertreter im Nationalrat. Für seine Nachfolge wird es zu Beginn des neuen Jahres im Kanton Glarus zu einer Ersatzwahl kommen.

Die ausserordentliche Generalversammlung der Alptransit Gotthard AG wählte den Glarner auf Anfang 2009 Jahres zum Verwaltungsrat. Das VR-Präsidium der Neat-Bauherrin wird Marti im Frühjahr 2009 übernehmen. Er löst den interimistischen VR-Präsidenten Hans-Kaspar Dick ab, der das Amt von Peter Testoni, der im Februar verstarb, übernommen hatte. Daneben will Marti als Anwalt in Glarus tätig bleiben.

«Schöne neue Herausforderung»

Marti sprach auf Anfrage von einer «schönen neuen Herausforderung» bei der Alptransit Gotthard AG, von einer Aufgabe, bei der man etwas bewegen könne. Zeitlich ist das Mandat befristet. Die Eröffnung des Basistunnels durch den Gotthard ist auf 2017 geplant, zwei Jahre später wird der Ceneri-Basistunnel in Betrieb genommen.

Auf seine 17 Jahre im Nationalrat angesprochen, sagte der Glarner, er habe viel Freude erlebt, die bleiben werde, und ein paar Mal Ärger, den er vergessen habe. Marti sass in verschiedenen Kommissionen. Die Konstante war die Finanzkommission, der er während seiner ganzen Zeit als Nationalrat angehörte.

Das halbe Leben in der Politik

Ein politisches Mandat werde er kaum mehr annehmen, aber ein politisch denkender Mensch bleiben, sagte Marti. Der abtretende Nationalrat hat fast sein halbes Leben in der Politik verbracht.

Im Alter von 29 Jahren wurde Marti in den Glarner Landrat gewählt sowie in den Gemeinderat von Sool. 1990 wurde er Glarner Regierungsrat und blieb während acht Jahren Volkswirtschaftsdirektor. Marti ist landesweit nicht nur als Nationalrat bekannt, sondern auch als Preisüberwacher. Dieses Amt übte er von 1996 bis 2004 aus.

SDA/vin/cpm

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