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Wer hat Angst vor der «grauen Maus in Perfektion»?

Heute reist Hans-Rudolf Merz nach Brüssel, um im Steuerstreit mit der EU zu verhandeln. Die «Süddeutsche Zeitung» warnt davor, Merz zu unterschätzen – ein Seitenhieb auf den deutschen Finanzminister Peer Steinbrück.

Es gibt sicher angenehmere Reisen: Finanzminister Hans-Rudolf Merz, Bundespräsident Pascal Couchepin und Eveline Widmer-Schlumpf fahren heute nach Brüssel, um mit EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso im Steuerstreit zu verhandeln. Im Gepäck haben sie dabei Vorschläge, wie der Streit entschärft werden könnte: Briefkastenfirmen und Steuervorteile für ausländische Holdings sollen verschwinden. Doch die EU darf sich nicht zu früh freuen: Was der Bundesrat genau an der Besteuerung der Holding- und Domizilgesellschaften ändern will, müsse zuerst «im Detail und im Gespräch mit den Kantonen» geprüft werden, so Merz.

Nun wirft sich die «Süddeutsche Zeitung» für Merz in die Bresche: Im Gegensatz zum deutschen Finanzminister Peer Steinbrück sei Merz die «graue Maus in Perfektion» – er habe «die beste Tarnung, die man als Schweizer Finanzminister haben kann, um seine politischen Vorstellungen durchzusetzen». Der heutige Gesprächttermin ist laut der «Süddeutschen» gut gewählt: In drei Monaten stimmt das Schweizer Volk erneut über die Personenfreizügigkeit mit der EU ab; Brüssel werde sich also hüten, vor der Abstimmung zum «Buhmann der Schweizer» zu werden. Fazit: «Er ist sichtlich cleverer, als mancher seiner Kontrahenten vermutet.»

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