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Wenn die Mutter nicht die Mutter ist

Auch Schweizer Paare erfüllen ihren Kinderwunsch mit der Hilfe einer Leihmutter. Hierzulande ist das illegal – was zu vertrackten Situationen führt.

Befruchtung im Reagenzglas, Schwangerschaft in einem fremden Bauch: Die Leihmutterschaft ist eine umstrittene Methode der medizinisch unterstützten Fortpflanzung.
Befruchtung im Reagenzglas, Schwangerschaft in einem fremden Bauch: Die Leihmutterschaft ist eine umstrittene Methode der medizinisch unterstützten Fortpflanzung.
Keystone

Für die einen ist die Leihmutterschaft ein Tabu, für andere die letzte Möglichkeit, eine Familie zu gründen. Ein Zürcher Ehepaar etwa fand zu seinem Glück, indem es in den USA mit einer Leihmutter einen Leihmuttervertrag abschloss. Der Vertragspartnerin wurde eine Eizelle einer unbekannten, dritten Frau implantiert, die mit Sperma des Zürchers befruchtet war. Die Leihmutter trug das Kind aus und trat die Rechte auf das werdende Kind ab. Ein Gericht in Ohio sprach dem Schweizer Paar das Sorgerecht für das Kind zu. Publik wurde der Fall, weil die Schweizer Behörden das Kind nicht anerkannt hatten und stattdessen eine Vormundschaft ernannten. Im März dieses Jahres befasste sich das Zürcher Obergericht mit dem Fall. Sie gingen davon aus, dass das Kind nach schweizerischem Recht keiner elterlichen Sorge unterstand.

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