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Welche Länder am meisten für die Bahn ausgeben

Die Schweiz investiert in Europa den grössten Pro-Kopf-Betrag in den Schienenverkehr. In Deutschland hingegen fliesst am wenigsten Geld für die Bahn - dies hat auch Auswirkungen auf den hiesigen Verkehr.

Was die Investitionen in den Schienenverkehr betrifft, ist die Schweiz Spitzenreiter. Von allen europäischen Ländern gibt die Eidgenossenschaft pro Kopf am meisten Geld für die Bahn aus, wie die «NZZ» berichtet.

Zu diesem Schluss kommt eine Studie der Allianz pro Schiene, dem deutschen Pendant zum hiesigen Informationsdienst für den öffentlichen Verkehr, Litra.

Überraschendes Schlusslicht

Gemäss der jüngsten Untersuchung über die staatlichen Investitionen in die Bahninfrastruktur europäischer Länder belegt die Schweiz deutlich den ersten Platz, so die «NZZ».

Bezogen auf die Einwohnerzahl werden hierzulande nämlich 308 Euro pro Kopf für die Eisenbahn ausgegeben. An zweiter Stelle findet sich Österreich, welches 230 Euro pro Einwohner an Bahninvestitionen tätigt. Mit Abstand am Schluss der Tabelle findet sich Deutschland, welches nur gerade 53 Euro pro Kopf für die Schiene ausgibt.

Auswirkungen auf die Schweiz

Deutschlands Position als Schlusslicht dieser Tabelle hat eine deutliche Auswirkung auf den Schweizer Bahnverkehr, wie die «NZZ» betont. So bedrohe die Diskrepanz in den Investitionen vermehrt die Leistungsfähigkeit der Transitachsen im europäischen Nord-Süd-Verkehr.

Doch die Missverhältnisse seien auch in anderen Bereichen spürbar, berichtet die Zeitung weiter. Beispielsweise verzögert sich der Ausbau der Rheintalstrecke, einer der nördlichen Neat-Zuläufe. Aber auch die Elektrifizierung des deutschen Teils der Strecke Zürich-München beeinflusst den Schweizer Verkehr.

Mehr Geld in die Schiene

Die Diskrepanz findet sich auch im Unterschied zwischen den Investitionen in Schienen- und Strassenverkehr, so die «NZZ». Hier übersteigen ebenfalls bei der Schweiz und Österreich die Ausgaben für den Bahnverkehr deutlich jene für die Strasse.

Österreich investiert rund das 2,57-fache und die Schweiz das 1,3-fache der Strassenausgaben in die Eisenbahn. In Deutschland fliesst mit einem Faktor von 0,81 mehr Geld in den Strassenbau als in die Bahninfrastruktur.

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