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Was die Gegenargumente wirklich taugen

CVP-Nationalrat Markus Ritter befürchtet, dass es der Schweiz dereinst an fähigen Wissenschaftlern und Managern mangeln würde, sollte die 1:12-Initiative angenommen werden. Wir sagen: Gut möglich, dass sich der eine oder andere Banker den Weg von London nach Zürich in diesem Fall zweimal überlegen wird. Doch für spanische Uni-Abgänger, deutsche Diplomingenieure oder indische Informatiker bleibt die Schweiz auch mit 1:12 attraktiv. Für das Argument des St. Galler CVP-Mannes gibts deshalb nur einen von drei Punkten.
Dass Firmen verschiedenste Tricks erfinden würden, um die Regel zu umgehen, bemängelt der Unternehmer und SVP-Nationalrat Peter Spuhler. Wir sagen: Welcher Betrieb hat nicht schon heute den Reinigungsdienst an eine externe Firma delegiert? Auch wenn bei Annahme der Initiative entsprechende Gesetze formuliert werden müssten, bliebe die Verhinderung von weiteren Umgehungstricks schwierig. Unternehmen könnten sich aufspalten oder Tieflohnjobs auslagern, um dem Management nach wie vor hohe Löhne zu bezahlen. Weil Spuhlers Einwand wohl der Knackpunkt der 1:12-Initiative ist, gibt es für ihn drei von drei Punkten.
Er könne nun auch keine neuen Argumente mehr bringen, sagte SVPler Oskar Freysinger den Parlamentariern – und beglückte die Anwesenden mit einem antikommunistischen Gedicht. Wir antworten (frei nach Bertolt Brecht): «Wer baute das siebentorige Theben? In den Büchern stehen die Namen von Managern. Haben die Manager die Felsbrocken herbeigeschleppt?» Politik kann eben doch poetisch sein. Auch wenn es inhaltlich nicht viel hergibt, würdigen wir das Votum des dichtenden Parlamentariers dennoch mit zwei Punkten.
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