Zum Hauptinhalt springen

Was der Nacktscanner alles zeigen darf

Die Schweiz prüft schon lange den Einsatz von Ganzkörperscannern - die Methode gilt als äusserst umstritten. Nun passt sich die Schweiz an die strenge europäische Regelung für die Geräte an.

Wurde in der Schweiz schon getestet: Der Nacktscanner. (Archivbild)
Wurde in der Schweiz schon getestet: Der Nacktscanner. (Archivbild)
Keystone

Der Bundesrat hat am Mittwoch die europäische Regelung für den Einsatz von Körperscannern an Flughäfen übernommen. Sie tritt Mitte Mai in Kraft und steckt den rechtlichen Rahmen für solche Durchleuchtungsgeräte ab.

So dürfen sie die Gesundheit nicht gefährden, was so viel bedeutet, dass keine Röntgenstrahlen eingesetzt werden dürfen. Weiter ist es verboten, die Aufnahmen zu speichern, zu kopieren oder zu drucken.

Weiter muss das Sicherheitspersonal, das die Aufnahmen analysiert, sich in einem abgetrennten Raum aufhalten und keinen direkten Kontakt mit dem oder der Gescannten haben. Wichtiger Punkt ist auch, dass Passagiere das Recht haben, einen Scan zu verweigern und stattdessen eine alternative Kontrollmethode wie die Leibesvisitation wählen können.

Derzeit sind in der Schweiz keine Körperscanner in Betrieb. Ob solche angeschafft werden sollen, liegt im Ermessen der Flughäfen. Sie sind aber höchst umstritten.

Umstrittene Scanner

Ihre Einführung wurde 2009 nach dem vereitelten Anschlag des «Unterhosen-Bombers» vermehrt in Betracht gezogen. Die Nacktscanner können Passagiere bis auf die Haut durchleuchten.

Datenschützer erklärten damals, die herkömmlichen Nacktscanner führten zu einem zu radikalen Eingriff in die Intimsphäre. Sobald nur noch der Umriss des Menschen zu erkennen sei, könnten sie mit den Scannern leben.

Einen solchen testete der Flughafen Zürich 2010 während sechs Wochen an 4800 Freiwilligen. Dabei richtete man ein besonderes Augenmerk auf die Zuverlässigkeit und Kapazität des Scanners. Beim getesteten Gerät handelte es sich um ein neueres Modell, das am Kontrollbildschirm lediglich ein Körperpiktogramm anzeigte.

SDA/mrs

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch