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Warum Beznau und Gösgen kein «gut» erhalten

Die AKW-Kontrolleure des Bundes sind nur mit den Kraftwerken Leibstadt und Mühleberg vollumfänglich zufrieden.

Meldete einen Vorfall mit fast zehnmonatiger Verspätung: AKW Gösgen.
Meldete einen Vorfall mit fast zehnmonatiger Verspätung: AKW Gösgen.
Keystone

Den AKW Beznau und Gösgen bescheinigt das Eidg. Nuklearsicherheitsinsepktorat (ENSI) für das letzte Jahr nur eine ausreichende Betriebssicherheit. Im Fall von Beznau wird die Bewertung mit einem Zwischenfall vom letzten August begründet. Damals waren - wie bereits bekannt - zwei Mitarbeiter bei Revisionsarbeiten einer unzulässig hohen Strahlendosis ausgesetzt worden.

Das ENSI stufte den Vorfall als Ereignis der Stufe 2 auf der von 0 bis 7 reichenden internationalen Ereignisskala ein und leitete gegen das AKW Beznau ein Strafverfahren ein. Die Ermittlungen dazu sind noch im Gang, wie das ENSI am Mittwoch anlässlich der Jahresmedienkonferenz mitteilte.

Gösgen meldete Vorfall zu spät

Beim AKW Gösgen kritisiert das ENSI den «nicht sicherheitsgerichteten» Umgang mit einem Mehrfachfehler. Der Vorfall vom Juni 2008 wurde der ersten Stufe zugeordnet. Die AKW-Betreiber meldeten den Vorfall jedoch erst im März 2009. Das ENSI zeigte das AKW Gösgen beim Bundesamt für Energie an. Ob es zu einem Strafverfahren kommt, entscheidet in diesem Fall die Bundesanwaltschaft.

Das Inspektorat kritisiert auch die Qualität einzelner Berichte und Dokumente des AKW Gösgen. Demgegenüber gab die Betriebssicherheit in den Kernkraftwerken Leibstadt und Mühleberg seitens der Aufsichtsbehörde zu keiner Kritik Anlass. Sie wird als gut beurteilt.

27 Vorfälle

Leibstadt und Mühleberg erhielten vom ENSI bezüglich Betriebssicherheit die Note «gut». Insgesamt verzeichnete das ENSI im vergangenen Jahr 27 meldepflichtige Vorkommnisse. 25 davon hatten eine geringe Bedeutung für die nukleare Sicherheit und wurden der Stufe 0 zugeordnet. Am meisten Vorkommnisse gab es in Beznau mit 11. In Gösgen gab es drei, in Leibstadt und Mühleberg je vier.

SDA

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