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Wallis verliert 19-Seelen-Gemeinde

Die kleinste Gemeinde des Kantons verschwindet mit dem neuen Jahr: Martisberg und Betten fusionieren zur neuen Gemeinde Bettmeralp. Die kleinste Gemeinde der Schweiz liegt nach wie vor im Tessin.

Wikimedia Commons/Cal/Creative Commons Attribution-Share Alike 3.0

Mit dem alten Jahr endet für den Oberwalliser Ort Martisberg seine Geschichte als kleinste Walliser Gemeinde. Ab dem Neujahrstag wird das 19-Seelen-Dorf in der Ferienregion des Aletschgebiets zusammen mit dem Nachbarort Betten in die neue Gemeinde Bettmeralp integriert.

In einer Volksabstimmung im August 2012 hiessen 80 Prozent der Bewohner der beiden Gemeinden im Aletschgebiet die Fusion gut. Im Februar 2013 gab auch der Grosse Rat seinen Segen zum Zusammenschluss.

Die neue Gemeinde Bettmeralp wird 439 Bewohner haben. Der Kanton Wallis bemüht sich seit Jahren, Gemeindefusionen zu fördern. Seit dem Jahr 2000 hat er 60 Millionen Franken für ein entsprechendes Förderprogramm ausgegeben. Dennoch gibt es im Wallis immer noch 32 Gemeinden mit weniger als 500 Einwohnern.

Tessiner Gemeinde noch kleiner

Nach der Fusion zwischen Betten und Martisberg wird ein anderer Ort zur «kleinsten Walliser Gemeinde»: Der Titel geht an Bister, das im selben Bezirk wie Martisberg liegt und derzeit 33 Einwohner zählt.

Die kleinste Gemeinde der Schweiz befindet sich aber nicht im Wallis. Diesen Titel hält nach eigenen Angaben immer noch die Tessiner Gemeinde Corippo im Verzasca-Tal. Allerdings wohl nicht mehr lange: Im vergangenen Frühling stimmten 14 der 16 Stimmberechtigten einer Fusion mit Nachbarorten im Tal zu. Die Einwohner von Corippo sind fast alle im Rentenalter.

SDA/mw

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