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Vallorbe, einfache Fahrt

65 Roma werden in Ungarn auf die Strasse gestellt. Sie verkaufen ihr Hab und Gut und machen sich auf den Weg in die Schweiz, wo sie Asyl beantragen möchten.

Die Mädchen schmieren Sandwichs für die lange Busfahrt.
Die Mädchen schmieren Sandwichs für die lange Busfahrt.
Andras D. Hajdu
Am Busbahnhof fliessen Tränen. Verwandte werden verabschiedet.
Am Busbahnhof fliessen Tränen. Verwandte werden verabschiedet.
Andras D. Hajdu
Wird hier alles besser? Die Roma vor dem Empfangs- und Verfahrenszentrum Vallorbe.
Wird hier alles besser? Die Roma vor dem Empfangs- und Verfahrenszentrum Vallorbe.
Andras D. Hajdu
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«Der Bus ist da!» Irgendwo von der Strasse kam der Ruf. Und nun wird es hektisch im Haus der Familie Galamb in der nordungarischen Stadt Miskolc. Vater Laszlo schleppt Koffer und Taschen in den Hof, Mutter Anita packt die Essenspakete für die lange Fahrt ein. Die achtjährige Tochter Bianca küsst ein letztes Mal ihre Freundinnen, im Arm hält sie ihre Lieblingspuppe Monica. Ihre ältere Schwester kehrt den Boden in der leeren Küche. «Aber nicht zur Tür», mahnt die Mutter, «sonst kehrst du das Glück hinaus.» Dann versperrt der Vater das Tor, und die Grossfamilie geht über die Strasse Nummer 6 Richtung Busparkplatz. Aus den Nachbarhäusern schliessen sich Menschen mit Roll­koffern und Reisetaschen an. Die Kinder lachen, die Erwachsenen weinen.

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