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Uri führt «Flat Rate Tax» ein

Ab 2009 gilt im Kanton Uri bei den Steuern für natürliche Personen ein linearer Tarif. Die entsprechende Vorlage wurde mit 6730 zu 2097 Stimmen angenommen.

Der Steuerwettbewerb in der Zentralschweiz bringt Bewegung: Mit dem Wechsel von der progressiven zur linearen Besteuerung hofft Uri, die Steuerbelastung auf das Niveau von Schwyz, Nidwalden und Obwalden drücken zu können. Auch soll die Abwanderung gestoppt und die Zuwanderung gefördert werden. Von der Neuerung profitieren alle Einkommensklassen. Die grössten Entlastungen gibt es für tiefe und hohe Einkommen. Auch die Vermögenssteuer sinkt. Damit das neue System sozialverträglich bleibt, werden hohe Steuerfreibeträge und Abzüge eingeführt und die Kinderabzüge erhöht.

Der Systemwechsel bringt einen Steuerausfall von voraussichtlich 27 Millionen Franken. Die positiven Auswirkungen der «Flat Rate Tax» sollen ihn jedoch so bald wie möglich wieder ausgleichen. Gegen die Vorlage waren SP und Grüne, weil nach ihrer Ansicht die hohen Einkommen zu wenig stark belastet werden. Die Stimmbeteiligung lag bei 35,83 Prozent.

Totalrevision Familienzulagen

Mit 6790 zu 1990 Stimmen wurde in Uri ausserdem eine Totalrevision des Familenzulagengesetzes (FZG) gutgeheissen. Sie bringt eine Anpassung ans Bundesrecht. Es gelten die vom Bund vorgegebenen Ansätze für Kinder (200 Franken) und Jugendliche (250 Franken).

Die in Uri schon bisher gewährte Geburtszulage von 1000 Franken bleibt erhalten; sie wird neu als fünffacher Betrag der Kinderzulage definiert. Neu wird eine Adoptionszulage in gleicher Höhe ausgerichtet. Das Gesetz tritt auf den 1. Januar 2009 in Kraft.

SDA/vin

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