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«Überschätzt sich die Schweiz, Frau Calmy-Rey?»

Im Alleingang werden wir unseren Wohlstand nicht verteidigen können, so Micheline Calmy-Rey. Entsprechend besorgt verfolgt sie die Tendenz zum Isolationismus.

«Man hat mir vorgeworfen, ich sei zu aktiv, dabei habe ich stets nur das gemacht, was nötig war»: Bundespräsidentin Micheline Calmy-Rey.
«Man hat mir vorgeworfen, ich sei zu aktiv, dabei habe ich stets nur das gemacht, was nötig war»: Bundespräsidentin Micheline Calmy-Rey.

Welches wird 2011 der gefährlichste Krisenherd in der Welt sein?

Der Nahe und Mittlere Osten stehen sicher im Vordergrund. Wir haben es hier gleich mit drei grossen Krisenherden zu tun: erstens der israelisch-palästinensische Konflikt um Territorium. Zweitens eine Krise am Persischen Golf, das heisst ein Wettbewerb um Energie. Dieser betrifft den Irak, den Iran und die arabischen Staaten. Hier im Zentrum der Auseinandersetzung: der Iran und sein Atomprogramm. Drittens ist Afghanistan zu nennen, wo wir eine Fundamentalisierung erleben, mit den damit verbundenen Problemen des islamistischen Terrorismus und der al-Qaida. Dieser Krisenherd hat Ableger am Horn von Afrika, wo in Somalia und im Jemen neue Zentren des islamistischen Terrorismus entstanden sind. In allen drei Krisenherden spielt der Iran eine zentrale Rolle als neue starke Regionalmacht.

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