Zum Hauptinhalt springen

UBS-Affäre: GPK-Bericht wäscht Finma weiss

Im Streit mit den USA um Kundendaten der UBS hat die Bankenaufsicht laut einem Medienbericht «Gewaltiges» geleistet.

Seinen früheren UBS-Kollegen offenbar nicht zu Hilfe geeilt: Finma-Präsident Eugen Haltiner.
Seinen früheren UBS-Kollegen offenbar nicht zu Hilfe geeilt: Finma-Präsident Eugen Haltiner.
Keystone

Der mit Spannung erwartete Bericht zur UBS der Geschäftsprüfungs-Subkommission ist fertig. Der Bundesrat hat diesen Mittwoch ein Exemplar erhalten. Wie die «SonntagsZeitung» erfahren hat, kommt die Finma überraschend gut weg. Die Bankenaufsicht habe insbesondere in der Krise um die von den USA erzwungene Datenherausgabe vom 18. Februar 2009 «Gewaltiges» geleistet, sagt eine mit der Sache vertraute Quelle. Dass Finma-Präsident Eugen Haltiner, ein langjähriger Ex-Topmann der UBS, seinen früheren Kollegen zu Hilfe geeilt sei, würde vom Bericht nicht bestätigt. Vielmehr sei das Risiko einer US-Anklage gegen die UBS als kriminelle Organisation «enorm hoch» gewesen. Ein Finma-Sprecher wollte sich nicht äussern.

Der GPK-UBS-Bericht sei «gewichtig» ausgefallen, sagt die Quelle, die nur anonym Auskunft geben wollte, da das Papier geheim sei. Die Rede ist von mehr als 200 Seiten. Bundesratssprecher André Simonazzi wollte «zu diesem nicht veröffentlichten vertraulichen Bericht des Parlaments» keine Stellung nehmen. In den nächsten Tagen können die in den Fall UBS involvierten Departemente – ­Finanz, Justiz und Äusseres – den ­Bericht kommentieren, sagt ein Parlamentarier im vertraulichen Gespräch. Das Dokument könne dadurch noch Feinkorrekturen erhalten.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch