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Toni Brunners Partnerin soll es richten

Überraschend schickt die SVP St. Gallen Esther Friedli in den zweiten Wahlgang für einen Sitz in der Kantonsregierung.

Tritt für die SVP St. Gallen an: Esther Fridli (zweite von rechts) erklärt ihre Kandidatur.
Tritt für die SVP St. Gallen an: Esther Fridli (zweite von rechts) erklärt ihre Kandidatur.

Am Mittwoch hat die St. Galler SVP bekanntgegeben, wer für sie im zweiten Wahlgang in die St. Galler Regierung einziehen soll: Es ist Esther Friedli, ehemalige Generalsekretärin im St. Galler Bildungsdepartement und Partnerin von SVP-Präsident Toni Brunner.

Bald noch mehr Politpower in der Partnerschaft? Toni Brunner und Esther Friedli. (Archivbild)
Bald noch mehr Politpower in der Partnerschaft? Toni Brunner und Esther Friedli. (Archivbild)

Nach der Schlappe ihres Kandidaten, Herbert Huser, bei den Regierungsratswahlen vom Sonntag, soll nun eine Frau für die SVP einen zweiten Sitz in der St. Galler Regierung holen. Der Kantonalvorstand der SVP St. Gallen hat die 38-jährige Politikwissenschaftlerin für den zweiten Wahlgang vom 24. April nominiert.

Esther Friedli, die durch ihre Partnerschaft mit Toni Brunner schweizweit bekannt wurde, war bis 2010 Mitglied der CVP. Nach ihrem Rücktritt aus der CVP hatte sich die gebürtige Bernerin als «parteilos» bezeichnet. Sie habe bisher kein politisches Mandat angestrebt, weshalb sie sich keiner Partei habe anschliessen wollen.

«Gestern Dienstag bin ich der SVP an meinem Wohnort Ebnat-Kappel beigetreten», sagte die 38-jährige Politikwissenschaftlerin am Mittwoch vor den Medien. Eine Mitgliedschaft in der Partei sei Voraussetzung für die Nomination Friedlis durch den Kantonalvorstand gewesen, sagte Michael Götte, Fraktionspräsident der SVP St. Gallen.

Beraterin von Roger Köppel

Esther Friedli ist Inhaberin einer privaten Kommunikations- und Beratungsfirma im Toggenburg und leitete den Nationalratskampf von Weltwoche-Verleger und Chefredaktor Roger Köppel, der im vergangenen Herbst mit einem Glanzresultat für die SVP Zürich ins eidgenössische Parlament gewählt wurde.

Bei Herbert Huser klappte die Wahlkampfunterstützung nicht. Der SVP-Kantonalpräsident hatte es im ersten Wahlgang vom Sonntag nur auf den vierten und letzten Platz der offiziellen Kandidaten geschafft und verlor auch seinen Sitz im Kantonsrat. Daraufhin gab Huser bekannt, dass er sich aus der Politik zurückziehe.

Generalsekretärin im Bildungsdepartement

Nun versucht die SVP mit Friedli doch noch einen zweiten Sitz in der St. Galler Regierung zu holen und kandidiert gegen die FDP, die ihren freiwerdenden Sitz im zweiten Wahlgang mit Marc Mächler verteidigen will. Der Bisherige SVP-Regierungsrat Stefan Kölliker wurde bereits im ersten Wahlgang bestätigt. Nach seiner Wahl im Jahr 2008 hatte er Esther Friedli als Generalsekretärin in sein Bildungsdepartement geholt. 2014 kündigte Friedli und machte sich selbständig.

Würde Friedli gewählt, sässen mit Heidi Hanselmann (SP) wieder zwei Frauen im St. Galler Regierungsrat. Dieser setzt sich nach dem ersten Wahlgang vom 28. Februar aus zwei CVP-, zwei SP-Vertretern, sowie je einem FDP-, und SVP-Vertreter zusammen. Für den zweiten Wahlgang sind bisher die Kandidaturen von Marc Mächler (FDP) und Andreas Graf (Gruppierung Parteifreie) bekannt.

SDA

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