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Todestunnel an Gotthardroute wird saniert

Der Mositunnel bei Brunnen fiel 2007 beim europäischen Test Eurotap als einziger der in der Schweiz getesteten Tunnel durch. Nun zieht man die Konsequenzen.

Hier kam es immer wieder zu schweren Verkehrsunfällen: Mositunnel bei Brunnen.
Hier kam es immer wieder zu schweren Verkehrsunfällen: Mositunnel bei Brunnen.
Keystone

Der rund 1100 Meter lange Mositunnel der A 4 wurde 1964 in Betrieb genommen. Zwischen 1996 und 2000 wurden die elektromechanischen Anlagen umfassend erneuert.

Trotzdem fiel der Tunnel 2007 beim europäischen Tunneltest Eurotap durch. Als einziger der sieben in der Schweiz getesteten Tunnel wurde bei ihm die Sicherheit als unzureichend beurteilt. Kritisiert wurden insbesondere fehlende Flucht- und Rettungswege.

Mehrere Todesfälle

Im Tunnel kam es immer wieder zu schweren Verkehrsunfällen. In den Jahren 2007 und 2008 gab es insgesamt drei Todesopfer. In den meisten Fällen war verbotenes Überholen oder unbeabsichtigtes Überfahren der Sicherheitslinie die Ursache.

Im Dezember 2008 reagierte das Bundesamt für Strassen (Astra) mit Sofortmassnahmen. So wurden in den Portalzonen Richtungspfeile angebracht und die Sicherheitslinien erneuert. Zudem wurden zwischen den Sicherheitslinien Reflektoren montiert.

Nun wird der Tunnel saniert. Er erhält unter anderem einen Sicherheitsstollen. Wegen Vorbereitungsarbeiten ist der Tunnel in bestimmten Nächten im Januar und Februar 2013 für den Verkehr gesperrt.

Nur noch einspurig befahrbar

Die Vorbereitungen im zweispurigen Tunnel mit Gegenverkehr beginnen am 20. Januar 2013, wie das Astra am Dienstag mitteilte. Zunächst werden Wand- und Deckenplatten gesichert.

Der Tunnel ist an folgenden Tagen von 22 Uhr bis 5 Uhr gesperrt: Vom 20. bis 25. Januar, vom 27. Januar bis 1. Februar, vom 3. Februar bis 6. Februar und vom 14. bis 15. Februar. Umleitungen über Brunnen werden gemäss dem Astra signalisiert.

Ab Mitte Februar bis Juni 2013 werden Brücken südlich des Tunnels saniert. Zudem beginnen im Tunnelinnern die Vorbereitungsarbeiten für den Bau eines Sicherheitsstollens.

Während dieser Zeit ist der Autobahnabschnitt nur einstreifig von Norden nach Süden befahrbar, schreibt das Bundesamt. Autos, die von Süden her kommen, müssen durch die Ortschaft Brunnen fahren. Lastwagen werden bei der Verzweigung Altdorf über die A 2 umgeleitet.

SDA

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